Freitag, 22. September 2017

Des Rätsels Lösung (Matchbox No.38)

Lange habe ich Susannes Streichholzschachteln aus den Augen verloren. Heute hat es mich mal wieder gepackt.
"Puzzle" stand auf der Liste. Well, I puzzled over it.
Übersetzt heißt das ja soviel wie: rätseln, tüfteln, knobeln. 'Klamüsern' hat mir als Übersetzung auch super gefallen.

Beste Gelegenheit, meine neu erworbenen Stempelchen einzusetzen. Ein preiswertes Set aus einem dänischen Laden (in Hamburg). Ein bisschen klein sind die Buchstaben schon (ca. 4 mm), aber man kann die Halter sowohl horizontal wie auch vertikal aneinander klicken. Sehr vielseitig einsetzbar. wie zum Beispiel in Form eines crossword puzzles,  dem Kreuzworträstel.



Die Hülle war also schnell fertig. Und die Füllung? ein jigsaw puzzle? 
Viel einfacher: ein Streichholz-Rätsel. 
Anleitungen für die Rätsel habe ich in einem alten (aus dem Altpapier geretteten) Spielebuch gefunden. Die Streichhölzer dürfen diesmal also gerne drin bleiben, in der Schachtel.

Zum Wochenende nun eines für euch: Von den hier liegenden 14 Streichhölzern sollen 5 weggenommen werden und es sollen trotzdem nicht 9, sondern 11 Streichhölzer übrigbleiben.  (Nachtrag: die zwei in der Schachtel gehören nicht zum Rätsel)
Rätselfüchse haben es schnell errraten, oder? 
Für die richtige eine Lösung verlose ich gerne einen Preis aus meinem Fundus. Hinterlasst einfach einen Kommentar bis Sonntag. Danke.

Viel Erfolg und ein sonniges Herbstwochenende.

Mittwoch, 20. September 2017

Feuerwanzentanz

Für unseren gemeinsamen Urlaub habe ich für die Kleine ein eigenes Malbuch gebunden. Oft bringen die Kinder ja 'Gemälde' aus dem Kindergarten mit nach Hause, bei denen man sich fragt: Kunst oder weg? Solche Blätter können aber wunderbar als Anregung dienen und so habe ich eine gute Handvoll davon, auch unterschiedlich großer Blätter, koptisch zu einem Malbuch gebunden.

 
Die Freude war groß und sofort hielten neue Striche und Malereien auf den 'leeren' Seiten Einzug. Zuerst viel Gras und dazu ein paar Käfer aus meiner Hand. Dann hatte sie Spaß am Ausprobieren der Aquarellfarben und ein Marienkäfer gesellte sich zu den Krabbeltieren. Mit dem Wassertankpinsel gab es auch keine große Überschwemmung. Sehr praktisch.



Quelle für meine Käferzeichnungen war der vorsorglich eingepackte Tier-und Pflanzenführer (das Kind will ja wissen, was DAS für ein Käfer oder wie DIESER Schmetterling heißt). Und dann bin ich auch über ein Insektenstickerheft gestolpert. Das musste natürlich auch gleich ausprobiert werden.

Zuhause habe ich einen Libellenstempel von letztjährigen Paradiesbuch ausprobiert. Schließlich sind uns am See ganz viele davon begegnet.


Aber vorgenommen hatte ich mir, die Feuerwanzen irgendwie zu 'vermustern'. Bei mir tummeln sie sich auf der Holzterrasse und seit Neuestem auch im Vorgarten. Es ist ein zweiteiliger Stempel geworden, ein etwas größeres Exemplar, aber so kam ich mit den feinen Beinchen besser zurecht.

Oft hängen sie ja mit dem Hinterteil aneinander.

oder mal vorne, mal hinten, eher grafisch im Viereck.


oder Ringelreihe tanzend. Mehr Farbvarianten will ich noch probieren, und eine digitale Übung machen. Nächste Woche. Ach, und Kartoffelkäfer stehen auch noch auf der Liste. Das ist der mit den gestreiften Pyjamahosen.


Da lege ich mich mal auf die Lauer... 
und schau in der Zwischenzeit bei Michaelas anderen Käferfreunden rein.






Montag, 18. September 2017

späte 12 von 12 im September

Zurück aus dem Urlaub, in dem man das Zeitgefühl schon mal verlieren kann, kam der 12. ganz plötzlich, hinterher. Oh, schon wieder verpasst? Was haben wir da denn gemacht? Weil es aber ganz gut als Rückblick passt, heute ein Urlaubstag in Form von 12 von 12. Als Blog-Wiedereinstieg sozusagen. (Caros Linkliste ist ja auch noch 1 Tag offen.)

Am 12. waren wir auf der Suche nach Elfen! Was kann es Spannenderes geben für eine 4-Jährige?
 
Gestartet sind wir in Neuenkirchen, wo es sogar eine 'Elfenschule' gibt. Herrliche Herbstzeitlosen begrüßten uns (lange nicht mehr gesehen!) und ein paar Apfelbäume, deren gefallene Früchte uns später als Wegzehrung dienen sollten.

Die alte Steinkirche konnten wir nur von außen bestaunen. Die Fenster sahen vielversprechend aus.

Der erste Teil des Weges nach Drönnewitz (wir sind natürlich 'falsch rum' gegangen) führte durch eine alte Allee, auf der wir kräftig nach 'Azari' und 'Naida' Ausschau gehalten haben. Aber nur die Windelfe 'Aira' hat uns angeblasen.


Und so haben wir uns kurzerhand selbst einen Erdelfen gebaut. Und Taschen voll Kastanien gesammelt.

 Ungewöhnliche Torlösungen fanden sich auf dem Weg.


In Drönnewitz empfing uns der vorhergsagte 14-Uhr-Schauer, den wir im wohl einzigen Haltestellenhäuschen des Dorfes abgewartet haben.
Dann kam wieder die Sonne und es ging auf offenen Feldwegen weiter. Das Laufrad tat gute Dienste, auch wenn ich es bisweilen schultern musste.

Der Traktor war emsig am Pflügen und wir (Stadtmenschen) beobachteten interessiert, wie die Maschinerie arbeitet und funktioniert.


Augen und Sinne waren offen für Muster und Anregungen: Feldrand-Pflanzen mit Insektenbesuch etwa, 


oder noch nie gesehene Tor-Zaun-Muster.

Gerne hätten wir uns im Schloss zum Kaffe eingefunden, aber leider: Dienstag Ruhetag. Immerhin ist die Typografie das Festhalten wert.

Inzwischen waren die dunklen Wolken wieder aufgezogen und wir haben auf die dritte Seite des Elfenpfades verzichtet. Noch ein Grund wiederzukommen.

Große Bewunderung verdient das Durchhaltevermögen der Kleinen, die immerhin gut 5 km mit uns unterwegs war. Ohne Murren und 'ich kann nicht mehr'. Da hat der sketchbook-prompt des Tages ganz wunderbar gepasst und so schließt meine abendliche Skizze den 12. September ganz stimmig ab.


Mehr von meinen Urlaubseindrücken kommen demnächst. Viele neue Ideen habe ich mitgebracht und mit dem aufkommenden, kühlen Herbsttagen wird die Drinnen-Bastel-Kreativzeit auch wieder intensiver.
Da freue ich mich schon.

Samstag, 2. September 2017

Die Sonne in der Blume

Mein Sonnenfeuerwerk ist kleiner geworden und es kommt viel später. Manchmal kommt es anders als man plant.
Zum Abschluss der Sonnenmonate wollte ich doch so gerne noch die Sonnen-Blume ehren, die mich so ausnehmend strahlend und symbolisch nun auch durch den zweiten Sommer begleitet.

Letztes Jahr hatte ich ganz wunderbare zweifarbige Blumen in meinem Vorgarten aus Samen gezogen, die regen Zuspruch vom Meisen und Distelfinken und anderen Vögeln fand. Zum Glück. Denn im Winter hatte ein Mäuschen im Gartenhaus den Rest der Samenkörner als leckere Winterspeise verzehrt (es waren schließlich Biosamen), so dass ich schon ganz traurig war, weil ich keine neuen mehr kaufen konnte.
Da hatte ich noch nichts von der Vogel-Start-Hilfe geahnt. Offensichtlich sind ihnen nämlich ein paar Samen entgangen, die mir nun dieses Jahr ganz gratis wieder Sonnenblumen in die Beete gezaubert haben. Gerne lasse ich auch dieses Jahr die Blüten bis zum Schluss stehen.

Mein handgemachtes Sonnen-Stempel-Muster, frei und ugezähmt, entstand genauso spontan und diesmal sechshändig, unter Mithilfe von 3 Generationen kreativer Hände. Ein ungeplanter Besuch aus traurigem Anlass ließ doch ein bißchen Raum für eine bunte Sonnenmischung.


Und eine kleine Entdeckung von Sonnenrastern zu unseren Füßen (das kommt davon, wenn man gerne Kanaldeckel fotografiert und die Kleine einen dabei beobachtet. Sie findet immmer wieder neue).
Ich verabschiede mich aus den Muster-Sonnenmonaten mit einem Tässchen Tee, italienischen Sonnenkeksen und einer (selbst)getöpferten Sonnenblume. 


Ich nehme die Sonne mit in die späten Urlaubswochen. Auf dem Blog wird es also (diesmal mit Ankündigung) ruhiger. Ob es für mich ruhiger wird ist fraglich, denn mustermäßig sucht Michaela im September ja Insekten. Und das ist das zweite Interessensgebiet der Kleinen, die ja offensichtlich dem Krabbelgetier auch näher ist. Ich sage nur: Feuerwanzen und Grashüpfer. Ich bin gespannt.

Euch einen guten Start in den Herbst.  
Wir haben heute schon die ersten Blätter gesammelt.

Mittwoch, 23. August 2017

Sonnenmuster-Reise (Mustermittwoch)

Wenn man die Urlaubsreise erst für September geplant hat, tut es gut, sich die Sommermonate mit ein paar Wochenend-Kurztrips zu verkürzen. Ein solcher führte mich letzten Monat zunächst nur ins Schwäbische, mustertechnisch aber dann ganz ungeplant in die große, weite Welt.

Wasserspiele vor dem Alten Hauptbau
Das Residenzschloss in Ludwigsburg war unser Ziel, das sich Herzog Eberhard Ludwig ab 1704 als Jagd- und Lustschloss erbauen ließ. Es gilt als besterhaltenes Barockschloss dieser Größe in Deutschland und hat wohl als einziges Schloss ein original erhaltenes Theater. 
 
Das 'L' der Initialen vom Balkongeländer dient heute als Stadtlogo



Theater-Innenansicht, Quelle: www.schloss-ludwigsburg.de/
Der gute Eberhard hatte sich in die Schlossanlage von Versaille verliebt und wollte unbedingt auch so etwas Prachtvolles gebaut haben. Ludwig XIV hat sich dort gerne und oft als Licht- und Sonnengott 'Apollon' darstellen lassen, was sich auch in Form von Obelisken (= Sonnenstrahlen) mit einer Sonne als Krönung auf der Spitze in Ludwigsburg findet. 
Den 'Gott des Lichts' gab es auch in der griechischen Mythologie, dort 'Helios' genannt. (Er war wohl auch Vorbild für den 'Koloss von Rhodos', eines der sieben Weltwunder.)

Helios wurde mit einer siebenzackigen 'Sonnenkrone' dargestellt und hier kommt nun mein Muster ins Spiel. Solch eine Krone läßt sich leicht als Stempel schnitzen und dann zweifach gedruckt zur Sonne ergänzen.




Aber beim Anblick des Original-Helios kam mir die Krone natürlich sofort von woanders her bekannt vor. Euch auch?

 

Diese Ähnlichkeit oder besser: Anleihe ist auch kein Zufall. War doch die 'Lady Liberty', die Freiheitsstatue, ein Geschenk des Französischen Volkes an die Vereinigten Staaten im Jahre 1886, ausgedacht in der Nähe von Versaille. Und auch hier stand der Koloss von Rhodos bei der Gestaltfindung Pate. Die 7 Zacken sollen die 7 Kontinente und die 7 Weltmeere darstellen. 

So endete mein Wochenendtrip vor der Küste von New York (wo ich übrigens noch niemals war ...). Auch nicht schlecht.

Und ein Muster für Michaelas Sonnenmuster habe ich nun auch noch im Gepäck. Der Liste geht im Doppelmonat langsam die Luft aus, aber ich habe noch ein kleines Farben-Sonnen-Feuerwerk zum Abschluss nächste Woche. Hier schon mal ein Vorgeschmack aus den Blühenden Gärten.





 

Mittwoch, 9. August 2017

Schilderstreich und Sonnenmuster

... und wenn sie nicht gestorben ist, so stiftelt sie noch heute.
Nein, nicht wirklich. Ich hatte ja eine deadline. Und die Sonne war so einladend, und unterwegs war ich auch. Davon erzähle ich auch gerne, später. Aber erst der Reihe nach. Schließlich hat das 'bayerische Intermezzo' noch ein gutes Ende genommen. Fast wie im Märchen.
Meine 5 Reihen Stiftel habe ich gemacht - und dann noch zwei Mal wieder neu genäht, weil die Abstände immer noch zu weit waren. Learning by doing. 
Für den Saum fand sich eine Spitze und für die Schürze noch passender Taft im Fundus, Knöpfe sowieso. Danke, liebe fränkische Oma.
Die Bluse sollte auch cremefarbig sein. Wie gut, dass immer wieder mal Oberhemden ausgemustert werden ... eines sogar in der passenden Farbe. 

Ein Schnitt fand sich schnell und dann sah mein 2-teiliges 'Dirndl' so aus. 
Ein dunkelblaues Mieder muss man sich noch dazu denken, und natürlich ein fesches Madl mit schmückendem Zopf drin. Kommt vielleicht noch.
Und was trug 'da Bua'? Standesgemäß: Lederhosen, mit noch schnell gestrickten Wadenwärmern. Für Strümpfe hätte die Zeit nicht mehr gereicht.

Ich hatte nämlich noch einen anderen 'Auftrag'. Zur Feier des Tages wollte ich den Geburtstagskindern ein Mottoschild malen. Habe ich zwar noch nie gemacht, aber das ist ja kein Hinderungsgrund! Lettering und Graffiti ist gerade sowieso mein Sommerthema. Das Motto hieß:

Von der Skizze auf den Malkarton übertragen und mit Acrylfarbe zum Leben erweckt.
Neuseeländisch-deutsche Freundschaft zum an die Wand hängen.


Das Ganze natürlich zwei Mal. Hat aber geklappt.

Dann konnte ich mich wieder der Sonne widmen. 
Schablonen und Stempel für das Sommerprojekt. Auch wenn ich dieses Mal bei der Post-Kunst Pause machen, bin ich doch neugierig geworden, wie das mit dem Sonnendruck funktioniert. Unser lokaler Bastelladen hatte auch zufällig gerade Seidenmalfarben im Ausverkauf. Wer kann da schon widerstehen.

Sonnendruck-Tester
Stempel-Entwicklung (im Uhrzeigersinn)

Mehr Muster dann demnächst. 
Ich wollte ja noch von meinem Besuch beim quasi deutschen Sonnenkönig berichten.

Freitag, 21. Juli 2017

Freitagsblumen

Heute, am Freitag, möchte ich aus dem Nähstübchen plaudern. 
In Vorbereitung auf einen bayerischen Geburtstag in einer Woche, bei dem Dirndl und Lederhosen erwünscht sind, habe ich in Erwägung gezogen, mir doch mal ein Dirndl zu kaufen. Aber brauche ich das nach dem Fest wirklich noch?  
Ein paar Trachtenteile finden sich ja schon in meinem Schrank. Ein geerbter Rock und ein Mieder, zum Beispiel, das ich mir vor einigen Jahren mal genäht habe. Braucht vielleicht nur ein bisschen neuen 'Umpf'?

Also habe ich gestern aus Taft eine 'Tollfaltenborte' vorbereitet und schon mal in den Ausschnitt gesteckt. Eine schwarze Borte von außen wäre auch nicht schlecht?

Fehlt noch das Anpassen des Rockes, der im Schrank noch nicht mitbekommen hat, dass es eine 'Schwerkraft' gibt. Der Bund war schnell abgetrennt, nur das 'Erweitern' der Falten bereitete mir Sorgenfalten.

Und ein Blick in die Wetterprognose für nächsten Freitag ließ mich kalte Füße kriegen. Das wird bestimmt zu warm! Dann also doch das andere Mieder nehmen und einen neuen Rock in hellem Sommerblümchenstoff nähen.

Tja, dann mal ran ans 'Stifteln' von Hand. Wenn schon, denn schon.
Der untergelegte Karostoff gewährleistet eine gleichmäßige Heftung, die mit einem festen Garn (mein Leinengarn darf hier ran) gemacht werden mus, damit beim Anziehen der Faden (oder besser: die Fäden) nicht abreißt.

Davon bitte 5 Reihen untereinander. Ich geh dann mal auf die Terrasse und stiftel gemütlich draußen.
Wenn der Rock fertig ist, fehlen nur noch Bluse und Schürze. Naja, ein paar Tage hab' ich ja noch. 

Einen schönen Freitag, euch da draußen.