Die Frühlingspost 2019 "Brieffreundschaften" ging diese Woche in ihre finale Runde, und nachdem ich wieder Zugang zu meinem digitalen Helfern habe, zeige ich gerne alle gesammelten Werke der zweiten Hälfte.
In Woche 5 hat uns Verena ihre zarten Frühlingsgrüße geschickt. Meine Bilder sind eher spartanisch, auf @verikrea finden sich mehr Bilder und ein Video.
Dann kamen die Ostertage und mit ihnen die farbenfrohen Karten und Umschläge von Karen (@floragruen).
Sie hat Schrift, Blumen und Abstraktes in Kleister festgehalten, ergänzt durch ein Set Anhänger, die sich auf dem Foto unten verstecken. Danke, Karen.
Feine abstrakte Texturen hat Heike (ohne Blog) auf die Umschläge gezaubert und die Karten als eine Collage aus den drei Mustern kreeirt. Ein Pad mit Sonnenblumensamen wird mich noch den ganzen Sommer an die feine Aktion erinnern. Sobald der kalte Mai einmal vorbei ist, können die Keimlinge auch ins Freie. Den beigelegten Magnet hatte ich beim Foto schon im Einsatz, so praktisch. Danke, Heike.
Zum Abschluss der Postkunst-Freundschaftswochen hat Christine aus der Schweiz noch ein Kartenfeuerwerk gezündet. Sie hatte viel Spaß und die längste Zeit, so dass eine Menge zusätzlicher Kunstwerke ihr Kartenset begleiteten.
Mandalaförmige Anhänger mit geprägten Blumen, eine Extrakarte samt Umschlag und sogar ein Tütchen mit Windensamen fanden sich ihrem dicken Umschlag.
Ihre Kleistertechnik ist sehr vielschichtig und auf ihren Karten lässt sie kleine Schmetterlinge vor gepachten Bildrähmchen tanzen.
Vielen lieben Dank für diese feine Arbeit, Christine.
Und vielen Dank auch nochmal an dieser Stelle an alle Teilnehmerinnen der Gruppe 3 und die Organisatorinnen Michaela und Tabea vom PostKunst-Blog. Es war eine Freude.
Eine zweite Extrapost kam zum Ende auch von Ulrike, die sich eine ganz ungewöhnliche Farbmischung ausgedacht hat: Pastelltöne mit Grau.
Sehr apart und so passend zu den graphischen Mustern. Die Karten entstanden aus einem Patchwork der verschiedenen Muster, nachzulesen auch auf ihrem Blog.
Ach, und selbst kleinste Schnipsel hat sie verwendet und daraus noch Briefmarken gewerkelt. Danke, Ulrike, für diese Variante.
Eigentlich ist die Aktion nun vorbei, doch ich warte noch auf einen Beitrag aus Woche 7, der wohl irgendwo verschollen ist? Den reiche ich nach.
Die kreative Verschnaufpause bis zur nächste PostKunst-Aktion werde ich nutzen, um wieder an meinen anderen Baustellen weiter zu arbeiten. Das Material und die Ideen gehen ja nie aus.
Bilder auch aus den anderen Gruppen findet ihr unter #frühlingspost2019, oder ganz altmodisch auf dem Blog PostKunstWerk.
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Freitag, 17. Mai 2019
Samstag, 13. April 2019
PostKunst Brieffreundschaft No. 4 - Making of
Am Ende von Woche 4 sind hoffentlich alle meine Briefkarten-Pakete angekommen. So will ich nun ein paar Bilder vom Herstellungprozess zeigen.
In früheren Kleisterpapieraktionen hatte mich die Frottagetechnik am meisten überzeugt, doch mit den hellen Pastelltönen kamen keine vernünftigen Muster heraus. Also bin ich umgeschwenkt auf das Schablonieren. Und das waren meine Werkzeuge.
Breite Pinsel zum Auftragen der Grundfarbe, ein Essstäbchen für Streifen und Kringel, zwei selbst geschnittene Plastikschablonen und ein paar Kartenstücke,um die Kleisterfabe über und in die Schablonen zu streifen.
Als Kleistergrundlage dient mir angerührte Stärke, die Farben kommen aus der Acrylfarbtube. Für die Umschläge habe ich DIN A3 Bögen großzügig grundiert und bemustert.
Dann kamen im zweiten Schritt, noch nass, die Blätter und Blümchen in den jeweilig passenden Farben dazu. Dann alles trocknen, bügeln und pressen.
Für die Karten habe ich mein Lager durchstöbert und sehr farbige Briefkarten ausgesucht. Darauf kam ganzflächig, vorne und hinten, eine sehr helle Grundfarbe, um die Farbigkeit zu reduzieren. Die Strichstruktur ließ ja die Farbe wieder auftauchen. Die Blümchenschablone hat nach den vielen Drucken leider an Schärfe verloren. Ich konnte mich aber nicht durchringen, eine neue zu schneiden. So 'fließen' die Blümchen teilweise, wofür ich mich entschuldigen muss.
Das Gesamtpaket wirkt ziemlich farbig, aber ich habe einiges an Weiß beigemischt, um dem Pastellwunsch gerecht zu werden.
Als kleines Extra gibt es ein mit Reststreifen verziertes 'Notfall-Telefonnummer-Heft', wie ich es nenne. Falls man mal die digitale Version nicht zur Hand hat.
Eingepackt in ein Wischtuch, mit dem ich meine Schablone immer wieder gesäubert habe. Vielleicht ist das Stöffchen noch für ein Täschchen gut.
Eine handgeschriebene PostKunst-Begleitkarte durfte auch nicht fehlen und dann ging alles zur Post.
Obwohl ich ein bisschen spät angefangen habe mit der Herstellung, ging es doch ganz gut von der Hand, und das lose Streichen und Malen mit Schablonen hat mir viel Spaß gemacht. Ich werde sicher noch mehr Varianten mit anderen Kleistern und Tinten ausprobieren, da habe ich so viel Anregendes in der PostKunstWerk Sammlung für die Frühlingspost entdeckt.
Eine Extrapost habe ich auch erhalten, vom Atelier zum See.
Es ist schon fast Tradition, von Elvira zu Elvira.
Sind sie nicht wunderbar! Ich warte noch geduldig auf das Lüften des Farbglanz-Geheimnisses. Freue mich aber einstweilen an der Frühlings-Fröhlichkeit.
Mit der Postkust sind wir so quasi in der Halbzeit, 5 Wochen gibt es noch frühlingsfrische Papeterie. Dranbleiben lohnt sich also.
Reinschauen auch auf #frühlingspost2019.
Breite Pinsel zum Auftragen der Grundfarbe, ein Essstäbchen für Streifen und Kringel, zwei selbst geschnittene Plastikschablonen und ein paar Kartenstücke,um die Kleisterfabe über und in die Schablonen zu streifen.
Als Kleistergrundlage dient mir angerührte Stärke, die Farben kommen aus der Acrylfarbtube. Für die Umschläge habe ich DIN A3 Bögen großzügig grundiert und bemustert.
Dann kamen im zweiten Schritt, noch nass, die Blätter und Blümchen in den jeweilig passenden Farben dazu. Dann alles trocknen, bügeln und pressen.
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Musterkarten und Restbestände. Habe leider vergessen, die Originale zu fotografieren. |
Das Gesamtpaket wirkt ziemlich farbig, aber ich habe einiges an Weiß beigemischt, um dem Pastellwunsch gerecht zu werden.
Als kleines Extra gibt es ein mit Reststreifen verziertes 'Notfall-Telefonnummer-Heft', wie ich es nenne. Falls man mal die digitale Version nicht zur Hand hat.
Eingepackt in ein Wischtuch, mit dem ich meine Schablone immer wieder gesäubert habe. Vielleicht ist das Stöffchen noch für ein Täschchen gut.
Eine handgeschriebene PostKunst-Begleitkarte durfte auch nicht fehlen und dann ging alles zur Post.
Obwohl ich ein bisschen spät angefangen habe mit der Herstellung, ging es doch ganz gut von der Hand, und das lose Streichen und Malen mit Schablonen hat mir viel Spaß gemacht. Ich werde sicher noch mehr Varianten mit anderen Kleistern und Tinten ausprobieren, da habe ich so viel Anregendes in der PostKunstWerk Sammlung für die Frühlingspost entdeckt.
Eine Extrapost habe ich auch erhalten, vom Atelier zum See.
Es ist schon fast Tradition, von Elvira zu Elvira.
Sind sie nicht wunderbar! Ich warte noch geduldig auf das Lüften des Farbglanz-Geheimnisses. Freue mich aber einstweilen an der Frühlings-Fröhlichkeit.
Mit der Postkust sind wir so quasi in der Halbzeit, 5 Wochen gibt es noch frühlingsfrische Papeterie. Dranbleiben lohnt sich also.
Reinschauen auch auf #frühlingspost2019.
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Mittwoch, 12. Dezember 2018
Adventspost Halbzeit: Karten 1-12 und making-of
Langes Warten mal wieder auf meinem Blog.
Ich war unterwegs, hatte lieben Besuch und ein bisschen adventliches Backen und Nähen hielten mich vom Posten ab. Dafür heute die geballte Ladung Adventspostkarten und das Making-of meiner Karte, die am 10. Dezember ihren Briefkasten-Auftritt hatte. Viele Bilder in schwarz-weiß also. Mehr Buntes dann beim nächsten Post.
Die Adventspost '18, ausgerufen von MiTa, sollte diesmal 'Mark-making' in Schwarz-weiß sein. Eine größere Herausforderung als sonst, weil doch der Begriff/ die Technik 'Mark-making' sehr weit gefasst ist und man so fast gar keine konkrete Vorgabe hat.
Da blieb nur: sich auf den Weg machen und sich von dem leiten lassen, was rauskommt. So vielfältig sind nun auch die Ergebnisse meiner Gruppe 6, die ich euch zuerst zeigen will.
Die Starterkarte No.1 kam von Bärbel, rechts daneben No.2 eine Collage von Andrea, links unten No.3 eine Komposition von Gabi, und daneben eine nadelige Kiefernbegegnung von Claudia als No.4.
Anke No.5 hat uns einen Gabelwald geschickt, Heike sich auf No.6 mit ganz verschiedenen Stiften Landschaften ausgedacht. Tanja schickt uns schöne Weihnachtsgrüße aus Süddeutschland No.7, und Susanne hat ganz feine Strukturen auf No.8 gebannt.
Auf No. 9 lässt uns Ruth in eine Winterlandschaft blicken, meine Karte No.10 versprüht ein bisschen Glitzer in die Dunkelheit, Caroline hat unterschiedliche Materialien gruppiert und als No. 12 kam eine Schneekugel von Paula aus der Schweiz überpünktlich an.
(Unter den Links findet ihr mehr Hintergründe zur Enstehung der einzelnen Karten.)
Faszinierend, was man alles mit diesen zwei Nicht-Farben zaubern kann. Vielen Dank an alle bisherigen Teilnehmerinnen!!
Und es stehen noch 14 Karten aus, weil dieses Jahr sogar 26 Teilnehmerinnen in unserer Gruppe sind.
Eine Bonuskarte erreichte mich von Eva Maria (Gruppe 5). Wir tauschen uns gerne über die Techniken und Gestaltungsideen aus und ich freue mich immer, wenn ein Extra von ihr bei mir ankommt. Danke auch von hier aus.
Das Gesso habe ich bewusst radial aufgetragen und es hat schon eine erste Struktur, ein Mark, hinterlassen. Dass die Schrift unter dem Grau teilweise durchschimmert, ist gewollt, als Referenz zu früheren 'Marks'.
Mit einem Kohlestift (danke Ulrike!) kamen Leitlinien für die weißen Sprengel, Schneeflocken, Funken oder was auch immer man drin sieht, dazu.
Die Kanten der Flecken mit noch mehr Fineliner-Marks verstärkt und mehr Punkte mit einem Gelstift gestreut.
Die Punkte brachten mich auf die Idee, ein paar 'fühlbare' Marks zu setzen.
Vor urewigen Jahren habe ich einmal ein Prägeset erworben, das mir nun half, der Karte Pickelchen zu geben.
Inzwischen hatte ich auch die raue Gesso-Oberflächen mit einem Gelmedium geglättet, wobei sich die Gelstiftpunkte auch gleich mit in die Dynamik verwischt haben. Den Ausschitt habe ich von Hand geschnitten und meinen gewählten Text, ein ursprüngliches Elfchen, zwischen die beiden Lagen geklebt.
Ein letztes Extramark habe ich mit einem Embossingpulver gesetzt, das ich mit einem Freiform-Stempelchen auf die Karte aufgebracht und eingebrannt habe. Daher kommt der leichte Schimmer auf der Karte. Ein bisschen Glitzer durfte sein, fand ich.
Dafür ist die Rückseite eher schlicht, mit noch mehr Gedanken zum Dezember.
Das war mein Weg, von diesem Entwurf zur fertigen Karte.
Mehr Entstehungsgeschichten findet man bei #adventspost2018 und natürlich auch auf der post-kunst-werk Linkliste.
Ich war unterwegs, hatte lieben Besuch und ein bisschen adventliches Backen und Nähen hielten mich vom Posten ab. Dafür heute die geballte Ladung Adventspostkarten und das Making-of meiner Karte, die am 10. Dezember ihren Briefkasten-Auftritt hatte. Viele Bilder in schwarz-weiß also. Mehr Buntes dann beim nächsten Post.
Da blieb nur: sich auf den Weg machen und sich von dem leiten lassen, was rauskommt. So vielfältig sind nun auch die Ergebnisse meiner Gruppe 6, die ich euch zuerst zeigen will.
Die Starterkarte No.1 kam von Bärbel, rechts daneben No.2 eine Collage von Andrea, links unten No.3 eine Komposition von Gabi, und daneben eine nadelige Kiefernbegegnung von Claudia als No.4.
Anke No.5 hat uns einen Gabelwald geschickt, Heike sich auf No.6 mit ganz verschiedenen Stiften Landschaften ausgedacht. Tanja schickt uns schöne Weihnachtsgrüße aus Süddeutschland No.7, und Susanne hat ganz feine Strukturen auf No.8 gebannt.
Auf No. 9 lässt uns Ruth in eine Winterlandschaft blicken, meine Karte No.10 versprüht ein bisschen Glitzer in die Dunkelheit, Caroline hat unterschiedliche Materialien gruppiert und als No. 12 kam eine Schneekugel von Paula aus der Schweiz überpünktlich an.
(Unter den Links findet ihr mehr Hintergründe zur Enstehung der einzelnen Karten.)
Faszinierend, was man alles mit diesen zwei Nicht-Farben zaubern kann. Vielen Dank an alle bisherigen Teilnehmerinnen!!
Und es stehen noch 14 Karten aus, weil dieses Jahr sogar 26 Teilnehmerinnen in unserer Gruppe sind.
Eine Bonuskarte erreichte mich von Eva Maria (Gruppe 5). Wir tauschen uns gerne über die Techniken und Gestaltungsideen aus und ich freue mich immer, wenn ein Extra von ihr bei mir ankommt. Danke auch von hier aus.
Making-of
Für meine Karte habe ich mich früh entschlossen, Weiß auf Schwarz arbeiten zu wollen und ich wollte ein Motiv mit Farben finden statt etwas Zeichnerisches. Collagen hatte ich im Sommer gemacht, also schied diese Technik auch aus.
Bei der Suche nach geeigneten Postkartenmaterial stieß ich auf unverarbeitete Karten, die wir vor ein paar Jahren als Weihnachtspost mit Siebdruck hergestellt hatten. Die Begriffe passen ja immer noch zum Advent und so wurden sie Grundlage für die erste Grundierung mit einer Gessomischung aus weißem und schwarzem Gesso. So hat meine Adventspost eigentlich bunt angefangen.
Mit einem Kohlestift (danke Ulrike!) kamen Leitlinien für die weißen Sprengel, Schneeflocken, Funken oder was auch immer man drin sieht, dazu.
Die Kanten der Flecken mit noch mehr Fineliner-Marks verstärkt und mehr Punkte mit einem Gelstift gestreut.
Die Punkte brachten mich auf die Idee, ein paar 'fühlbare' Marks zu setzen.
Vor urewigen Jahren habe ich einmal ein Prägeset erworben, das mir nun half, der Karte Pickelchen zu geben.
Inzwischen hatte ich auch die raue Gesso-Oberflächen mit einem Gelmedium geglättet, wobei sich die Gelstiftpunkte auch gleich mit in die Dynamik verwischt haben. Den Ausschitt habe ich von Hand geschnitten und meinen gewählten Text, ein ursprüngliches Elfchen, zwischen die beiden Lagen geklebt.
Ein letztes Extramark habe ich mit einem Embossingpulver gesetzt, das ich mit einem Freiform-Stempelchen auf die Karte aufgebracht und eingebrannt habe. Daher kommt der leichte Schimmer auf der Karte. Ein bisschen Glitzer durfte sein, fand ich.
Dafür ist die Rückseite eher schlicht, mit noch mehr Gedanken zum Dezember.
Das war mein Weg, von diesem Entwurf zur fertigen Karte.
Mehr Entstehungsgeschichten findet man bei #adventspost2018 und natürlich auch auf der post-kunst-werk Linkliste.
Mittwoch, 12. September 2018
Sommerpost 2018 - Making of
Die Sommerpost der PostKunstWerkerinnen Michaela und Tabea schickte uns auf eine Traumreise in Collagentechnik. 8+1 Künstlerin haben in unserer Gruppe diese Herausforderung angenommen und traumhafte Bilder geschaffen, wie schon gezeigt. Heute will ich euch auf meinen eigenen Weg zur Traumreise-Collage mitnehmen.
In der Ankündigung zur Aktion gibt es immer viele Tipps und Links, die einem auf die Sprünge helfen können, darunter auch Collagen bekannter Künstler wie Picasso und Matisse. Darauf hatte ich technisch ein Auge geworfen.
Inhaltlich fiel es mir schwer, mich auf eine konkrete 'Traumreise' festzulegen. Ich reise gerne, aber oft ist der Weg das Ziel und ich bin gerne länger an einem Ort, um mich dort 'einzufühlen'. Zählt das dann noch als Reise oder ist es schon ein Aufenthalt? Welchen sollte ich da bevorzugen?
Eher konnte ich mir vorstellen, eine "was-wäre-wenn"-Reise zu starten, eine Reise im Traum, bei der kuriose Dinge auftauchen, die eigentlich nicht zusammengehören - ein Aspekt einer Collage. Hier kam dann Alice im Wunderland ins Spiel, auch wenn ich noch keine Vorstellung hatte, welche Elemente in meine Collagen einfließen würden. Aber das ist ja das Spiel, oder?
Als Basis für meine 15x15cm großen Bilder habe ich 2mm Finnpappe aus dem Bestand mit Schnipseln eines ZeitReise-Magazins beklebt und mit Gesso lose bespachtelt.
Danach in Streifen und Quadrate geschnitten und mit Acrylfarbe mit Himmel- und Wasserblau lasiert. Irgendwie war schon klar, dass 'Weite' zu meiner Traumreise gehören würde.
Meine ersten Versuche mit Blättern nach Matisse und der Original-Alice Zeichnung von John Tenniel als Zitat haben mich erst einmal an meiner Grundierung zweifeln lassen.
Zu viel Hintergundtext schien durch, alles zu groß, die Einzelbuchstaben zu Dada und die Farben zu stark oder zu blass. 'Alice' wirkte zu passiv und irgendwie zu dominant. Da habe ich aus Verzweiflung die Rückseite auch weiß grundiert, falls ich ganz neu anfangen müsste.
Ein paar Festlegungen und Einschränkungen haben mir dann aber geholfen, einen Zugang zu 'meinen' Elementen zu finden:
Türkisblau als Basisfarbe mit den beiden komplementären Farben gelborange und dunkles rot für die Akzente. Passende Papiere habe ich bereitgelegt, alle anderen wieder eingepackt.
Auf eine 'neue', lebendigere Alice stieß ich in einem schwedischen Modekatalog, auf eineältere reifereVersion von ihr in einem Lifestylemagazin, in einem Artikel über Freundinnen. Mit den Graustufenfotos haben sich die Personen besser integrieren lassen, ohne gleich die Hauptrolle zu übernehmen. Das gefiel mir besser. Außerdem mochte ich die Dynamik, die sie mit einbringen.
Die Textstückchen stammen auch aus dem Reisemagazin, DER SEE ist ein Original, DER GARTEN eine nachgeschriebene eigene Version. Da ich schon so viel Text im Hintergrund hatte, war mir das auch genug an zusätzlichem optischen Hingucker.
Die SEE-Collagen sind durchgängig mit Möbelknöpfen ergänzt, die ein bisschen Glanz in die sonst matt gehaltene Montage bringen. Und sie folgen der Idee, mit der Größe der Elemente zu spielen, etwas Kleines groß und große Dinge klein darzustellen.
Auf den GARTEN-Collagen tauchen hingegen Tassen und Besteck aus Kochmagazinen auf, die ich besonders pfiffig fand. Grünzeug aus Heften und Servietten fand auch Einzug in meine Traumwelt.
Hier zum Abschluss alle meine Collagen zusammen.
Mehr auch aus den anderen Gruppen findet ihr hier.
In der Ankündigung zur Aktion gibt es immer viele Tipps und Links, die einem auf die Sprünge helfen können, darunter auch Collagen bekannter Künstler wie Picasso und Matisse. Darauf hatte ich technisch ein Auge geworfen.
Inhaltlich fiel es mir schwer, mich auf eine konkrete 'Traumreise' festzulegen. Ich reise gerne, aber oft ist der Weg das Ziel und ich bin gerne länger an einem Ort, um mich dort 'einzufühlen'. Zählt das dann noch als Reise oder ist es schon ein Aufenthalt? Welchen sollte ich da bevorzugen?
Eher konnte ich mir vorstellen, eine "was-wäre-wenn"-Reise zu starten, eine Reise im Traum, bei der kuriose Dinge auftauchen, die eigentlich nicht zusammengehören - ein Aspekt einer Collage. Hier kam dann Alice im Wunderland ins Spiel, auch wenn ich noch keine Vorstellung hatte, welche Elemente in meine Collagen einfließen würden. Aber das ist ja das Spiel, oder?
Als Basis für meine 15x15cm großen Bilder habe ich 2mm Finnpappe aus dem Bestand mit Schnipseln eines ZeitReise-Magazins beklebt und mit Gesso lose bespachtelt.
Danach in Streifen und Quadrate geschnitten und mit Acrylfarbe mit Himmel- und Wasserblau lasiert. Irgendwie war schon klar, dass 'Weite' zu meiner Traumreise gehören würde.
Meine ersten Versuche mit Blättern nach Matisse und der Original-Alice Zeichnung von John Tenniel als Zitat haben mich erst einmal an meiner Grundierung zweifeln lassen.
Zu viel Hintergundtext schien durch, alles zu groß, die Einzelbuchstaben zu Dada und die Farben zu stark oder zu blass. 'Alice' wirkte zu passiv und irgendwie zu dominant. Da habe ich aus Verzweiflung die Rückseite auch weiß grundiert, falls ich ganz neu anfangen müsste.
Ein paar Festlegungen und Einschränkungen haben mir dann aber geholfen, einen Zugang zu 'meinen' Elementen zu finden:
Türkisblau als Basisfarbe mit den beiden komplementären Farben gelborange und dunkles rot für die Akzente. Passende Papiere habe ich bereitgelegt, alle anderen wieder eingepackt.
Auf eine 'neue', lebendigere Alice stieß ich in einem schwedischen Modekatalog, auf eine
Die Textstückchen stammen auch aus dem Reisemagazin, DER SEE ist ein Original, DER GARTEN eine nachgeschriebene eigene Version. Da ich schon so viel Text im Hintergrund hatte, war mir das auch genug an zusätzlichem optischen Hingucker.
![]() |
No. 1, der Prototyp, noch mit Stempeln, die ich später nicht mehr eingesetzt habe. |
Auf den GARTEN-Collagen tauchen hingegen Tassen und Besteck aus Kochmagazinen auf, die ich besonders pfiffig fand. Grünzeug aus Heften und Servietten fand auch Einzug in meine Traumwelt.
Am Ende der Session hatte ich meine 9 individuellen Collagen gefunden und mir das Restmaterial für die Verpackung in die Reisetasche gesteckt.
Die Umschläge sind wiederverwendete Polstertaschen, deren altes Adressfeld mit einem Gedicht aus einem anderen ZeitReiseMagazins 'verschönt' wurde.
Einen Stempel und ein paar Bögen Briefmarkenpapier hatte ich eingepackt und daraus Etiketten für die Rückseite und die Adressfelder gestempelt und gemalt.
Last, but not least bekamen die Collagen einen Umschlag aus Kleister- und Libertypapier und einen improvisierten Kofferanhänger. Dann war es geschafft.
Beim Arbeiten an den Collagen habe ich selbst eine kleine innere Entdeckungsreise gemacht und festgestellt, dass der See sehr demjenigen ähnelt, der in Schweden direkt vor unserer Haustür lag. Und dass ich furchtbar gerne im Garten und in der Natur bin, wenn es um 'Traumorte' geht.
Danke an Tabea und Michaela für diese ungewöhnliche Einladung auf eine ganz besondere Reise! Und an alle meine Mitreisenden in unserer Gruppe für die vielfältigen 'Mitfahrgelegenheiten' !!
Hier zum Abschluss alle meine Collagen zusammen.
Mehr auch aus den anderen Gruppen findet ihr hier.
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