Sonntag, 31. Mai 2020

Stoffspielereien im Mai - Blumen

Derzeit landen Blumeninspirationen bei mir meist im Skizzenbuch oder im Fotoalbum, für die monatliche Stoffspielerei habe ich aber ein kleines Blütenmeer auf Stoff gedruckt, das ich gerne zeigen kann. PeterSilie & Co sammelt heute alle Beiträge, wer also bei einer gemütlichen Tasse zuhause stöbern möchte, ist herzlich eingeladen.


Meine Blumen-Nähidee hat sich aus dem Wunsch nach einem "Frühlingsfestkleid" à la Elsa (Eiskönigin) entwickelt. Sicher, man kann ein fertiges Kostüm kaufen, aber aus Erfahrung weiß ich, dass diese Kleider alltagstauglich sein müssen und da sind selbstgeschneiderte Kleider, auch materialtechnisch, im Vorteil. Zum Glück hatte unser Stoffgeschäft wieder geöffnet und ich habe einen schön fließenden Viskosejersey und Chiffon in Grün für das Basiskleid gefunden. Für den Umhang hatte ich noch einen rosaroten, durchscheinenden Blumenstoff im Lager (nicht ganz originalgetreu, aber das Kind hatte ihn im Vorfeld abgenickt).

Die Schnittfindung war kniffelig, da das Original ja enganliegend mit Schlitz ist, aber in einem alten Burdaheft fand ich ein schön schwingendes Kleid, das ich einfach verlängert habe. Auf's Schwingen kommt es ja an bei solchen Kleidern, das weiß ich noch aus eigener Erfahrung.


Der einfarbig grüne Stoff sollte nun mit frühlingshaft aufgepeppt werden. Zuerst dachte ich an Siebdruck, aber meine Übungen im April mit dem Schablonendruck waren so gut, dass ich auch für das Kleid zu Cutter, Overheadschablone, Stoffdruckfarbe und Kosmetikschwamm gegriffen habe. Eine erste Schicht Blätter war schnell auf das Oberteil und den Saum gedruckt, den blumigen Rest in rosa sollte der Blumenumhang machen. Aber irgendwie war mir das grüne Kleid nur mit Blättern zu fad und so gab es einen Nachschlag oder besser: einen Nachdruck mit Blüten.


Kleine Blüten frei gestreut am Oberteil und große Blüten am Saum, ähnlich wie beim Original. 



So kann die Kleine das Kleid auch ohne Umhang tragen oder den Umhang der Freundin geben. Am Trage-Beweisfoto kann man sehen, dass ich da auf dem richtigen Weg war (und dass der Blumenumhang nur die zweitbeste Lösung ist).


Als ergänzenden Schmuck hatte ich im digitalen 'Verführungsnetz' ein hübsches Blumenarmband aus Makrameeknoten gesehen, das 'ganz einfach' aussah. 
Allein, es war nur ein Video und ich habe gefühlt stundenlang hin und her gespult, bis ich endlich bei einer japanischen chinesischen(!) Anleitung das "Drüber und Drunter" der Fäden verstanden hatte.


Ich habe mich durchgekämpft, verschiedene Garne ausprobiert und habe nun ein feines Frühlingsbändchen aus dickerer Baumwolle als Belohnung.

Der Verschluss ist ein wenig zippelig, aber dafür sind die Blätterenden einigermaßen gut geworden.

Dies ist also mein Beitrag zum Blumenmonat Mai der Stoffspielereien und ich habe auch schon bei der Gastgeberin gestöbert und viele künstlerische Variationen gesehen. Immer wieder spannend, was den Anderen zum Thema eingefallen ist.

Nächsten Monat geht es um 'Monogramme', die ja nun nicht mehr so präsent sind in unserer Zeit, oder doch? Ich mich mal auf die Suche.


Die Stoffspielereien

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Bist du nächstes Mal auch dabei?

Die nächsten Termine:
28.06.2020: „Monogramme“ bei made with Blümchen
Sommerpause
27.09.2020: „Texturen aus der Natur“ bei Schnitt für Schnitt
25.10.2020: „Textile Behältnisse“ bei Feuerwerk by kaze
29.11.2020: (Thema noch offen) bei Nähzimmerplaudereien

Sonntag, 26. April 2020

Stoffspielerei im April - Visible Mending

Der April hat sich nicht nur mit viel (zu viel) Sonnenschein und zu wenig Regen in das Jahrhundertjahrbuch eingebrannt. Er ist irgendwie vor sich hin geplätschert, weil fast alle strukturierenden "Landmarken" weggefallen sind mit den Coronabeschränkungen: keine Sportveranstaltungen, Besichtigungen, Messen, Besuche, Feiern. Selbst Ostern hatte man weniger Spaß am Verstecken.
Wenigstens die virtuellen, digitalen Kontakte sind geblieben oder besser: haben sich vervielfacht. Mit viel Fantasie entstehen gerade kreative Ideen und Plattformen, die uns im Austausch miteinander halten. Welch' tolle Chance liegt doch in dieser "Krise".

Eine feine "Landmarke" ist für mich die monatliche Stoffspielerei, die beständig und zuverlässig am letzten Sonntag des Monats Ideen und Versuche zu einem textilen Thema sammelt und für uns zum Austausch und Nachschlagen bereithält. 
Diesen Monat hat 1-2-3-Nadelei die Beschäftigung mit 'Visible Mending', also dem sichtbaren Stopfen und Flicken vorgeschlagen. 
Ich hatte als Objekt ja schon meine alte Jeans ins Auge gefasst und tatsächlich eine neue Stopfmethode getestet. Normalerweise sieht meine Stopfarbeit so aus:

Durchaus sichtbar an der Arbeitsjeans, aber da ich damit nicht wirklich aus dem Haus gehe, darf es ziemlich abgerissen aussehen.
An meiner noch ausgehfähigen Jeans hatten sich nun die Seitennähte abgewetzt und auch an den Sitzflächen deutlich durchscheinende Stellen eingefunden.  Ein Foto von 'vorher' hab ich leider nicht, aber man kann sich vorstellen, dass ich an den Po-Stellen etwas dezenter flicken wollte.

Meine Wahl fiel auf zwei einfache Muster und auch eher unauffällige Farben.


Man kann sehen, dass die Hose inzwischen wieder gerne getragen wurde, das heißt an den rohen Kanten ausfranst. Das darf so sein. Ich habe die Flicken ja nicht aufgebügelt.

Für die Seitennaht habe ich ein wenig mehr mit Formen und Farben gespielt und gemusterte blaue Flicken geschichtet, bevor ich mit einem freundlichen Gelb und Blautönen darübergestickt habe.


Jetzt darf sie wieder mit mir unter die Leute und ich warte schon auf die nächste Fehlstelle, damit ich ein neues Muster anfügen kann.

Sichtbares Stopfen ist sehr entspannend und wird, wannimmer sich das nächste "Opfer" findet, bestimmt eine Neuauflage bekommen. Auch für Strickarbeiten habe ich tolle Stopfideen im Maschenstich gesehen, doch bisher noch keine durchgestoßenen Ärmel oder Bündchen dazu.
Derzeit sind wir ja noch mit Masken nähen beschäftigt, aber bei den vielen "Ausweichtätigkeiten" rund um Haus und Garten, die uns wahrscheinlich auch im Mai begleiten werden, scheuert sich bestimmt bald wieder eine Stelle durch.

Für heute lasse ich mich durch die anderen Beiträge bei 1-2-3 Nadelei anregen und genieße einen gemütlichen Tee auf der Terrasse.

Die Stoffspielereien

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

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31.05.2020: „Blumen“ bei Petersilie & Co
28.06.2020: „Monogramme“ bei made with Blümchen
Sommerpause
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Sonntag, 29. März 2020

Stoffspielereien - Draht und Stoff

Dieser Tage sortieren sich die Vorhaben und Abläufe immer wieder neu und bei alledem hätte ich fast die Stoffspielereien vergessen. Frau Nahtlust ist diesen Monat die Gastgeberin. Ihr Ideenfunke: Verbindungen von Stoff und Draht.
Da ich spät dran bin heute, konnte ich schon ganz fantastische Skulpturen und Modelle auf der Sammelliste bewundern. Wirklich schön und anregend, schaut mal rein.

Mein Beitrag ist dagegen eher profan und für den Alltag (oder Festtag?) gedacht, nicht ganz neu, aber ein Produkt, das im letzten Jahr reißenden Absatz fand: ein Haarband mit Draht.


Man benötigt dafür nicht viele Materialien und nur eine halbe Stunde Zeit und schon kann die Gartenparty steigen, wenn wir mal wieder eine feiern dürfen.

Mein Stoffstreifen ist 20 x 120cm groß und vom Aludraht braucht man ein Stück von etwa 125cm. Der Draht liegt bei meinem Modell in einem Tunnelstreifen in der Mitte des Bandes, so dass er nicht verrutschen kann.
Den Tunnel schaffe ich mir mit einer Rechts-links-Naht, auch als französischen Naht bekannt. 

Man legt dafür den Stoff der Länge nach zuerst links auf links und näht an der Schnittkante zuerst eine schmale Naht (o,5cm) über die ganze Länge. Danach fingerbügelt man die Naht am besten zu einer Seite, dann lässt sich die Kante der zweiten Naht besser glatt legen.
Nun den Schlauchstreifen auf rechts wenden und den Streifen mit einer zweiten, etwas breiteren Naht (evtl. einfach die Nadelposition verstellen) nochmal abnähen. Dabei eine ca 3cm lange Öffnung lassen, in die später der Draht eingefädelt wird. Die zweite Naht versteckt die offen Kanten der ersten Naht, weshalb sie etwas breiter als die erste Nahtzugabe sein sollte.

Die Naht auf die Mitte falten und feststecken, und für die spitzen Enden eine Markierung von 60° anbringen. Daran entlang eine Schmalseite ganz schließen, die andere Schmalseite nur zur Hälfte, um eine Wendeöffnung zu behalten. Die überstehenden Ecken abschneiden und den Schlauch wenden.


Die Wendeöffnung mit einem unsichtbaren Stich von Hand schließen.

Für den Draht die Länge des Bandes abmessen und je Seite ca 1,5cm für das Bilden einer runden Öse zugeben. Mit einer Zange die Enden zu einer Öse drehen, damit der Draht später nicht durch den Stoff sticht.

Den Draht durch die kleine Öffnung fädeln. Diese Öffnung lasse ich offen, dann kann man den Draht zum Waschen später wieder herausnehmen. Oder man lässt ihn drin, ist ja aus Alu.

Et voilà, das Haarband ist fertig.
Ich bin leider kein gutes Kopfmodell, aber ich bin sicher, der ein oder anderen Stoffspielerin steht so ein Haarband gut. Ich fertige sie meist für eine Freundin, die ethnische Mode aus farbenfrohen afrikanischen Stoffen entwirft.

Nun begebe ich mich zurück an den Nähtisch, bereit meine alte Jeans zu flicken. 
Apropos: vielleicht sollte ich mich da schon an das Werk für nächsten Monat machen? Es werden Ideen für "visible mending", also sichtbares, kunstvolles Stopfen gesucht. 
 


Die Stoffspielereien

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26.04.2020: „Visible Mending“ bei 123-Nadelei
31.05.2020: „Blumen“ bei Petersilie & Co
28.06.2020: „Monogramme“ bei made with Blümchen
Sommerpause
27.09.2020: „Texturen aus der Natur“ bei Schnitt für Schnitt
25.10.2020: „Textile Behältnisse“ bei Feuerwerk by kaze
29.11.2020: (Thema noch offen) bei Nähzimmerplaudereien



 

Mittwoch, 11. März 2020

Alte Schichten, neuer Frühling

Temperaturmäßig, gefühlt ist die Natur noch im Wintermodus, obwohl die Winde schon ganz kräftig die alten Blätterschichten wegblasen und den darunterliegenden Frühling freilegen.

Meine Tulpen kämpfen sich tapfer durch, als Inspiration für das Mittwochs-Mix Märzthema: Schicht und Tulpen habe ich aber vorerst nur das Blätterwerk in natura zur Verfügung. Oder einen Topf gekaufter Zwiebelblüher.

Beim Thema "Tulpen" falle ich leicht ins gängige Musterschema und habe beim Rückblick in meine Musterbücher schon ein paar Stempeldrucke ausprobiert.

einer der ersten Radiergummistempel und einer aus Müller'schem Workshop 2018
Auch geschichtete Tulpen aus Transparentpapier und Washitape sind aufgetaucht.



Und doch möchte ich diesmal versuchen, die Blume mal von einer anderen Seite zu entdecken, den Blickwinkel zu verändern oder mal ganz anders auf Details zu schauen.


Vielleicht gelingt es mit Fineliner und ein paar Schichten Aquarellfarbe?


Oder eine Collage mit Briefumschlagmuster? Das kann ich mir auch gut in textil vorstellen und noch ausprobieren. Applikationen sind ja Schichtungen schlechthin.


Zu guter Letzt habe ich mich diese Woche dann an einem Muster mit Schablone versucht. Denn obwohl ich nicht offiziell am Postkunstdrucken teilnehme, ist das Tulpenthema doch eine guter Kandidat, um meine eigenen Schablonen-Stoffdruckideen zu testen. Man muss da ganz andere technische Hürden meistern als wenn man einen Stempel zum Drucken benutzt.


Als extra Variante lässt sich hier wunderbar ein Muster "reinschichten", indem man ein Stück Kartoffelsacknetz unter die Schablone legt.

Ein Anfang ist gemacht, nun heißt es: ran an den Stoff und weiter experimentieren. 

Und weiter geduldig warten, bis meine Tulpen sich wieder in herrlicher Frühlingspracht entfalten.


Mehr farbenfrohe Tulpenexemplare schichten sich bei Frau Nahtlust und der Müllerin in der Märzsammlung für den Mittwochsmix.


 

Sonntag, 23. Februar 2020

Stoffspielereien - Megaknit im Februar

Als ich das Stoffspielereien-Thema von bimbambuki zum ersten Mal gelesen habe, konnte ich mir nichts wirklich Konkretes darunter vorstellen. Zum Glück hatte sie ein paar Beispiele parat und ich bin am Stricken hängen geblieben. Gerne hätte ich das Armstricken ausprobiert, aber beim Blick in meine Wollkiste wollte ich "nachhaltig" bleiben und zuerst meine Bestände  als Grundlage nehmen. Die erste Idee war, ein Kissen zu stricken, aber dann fand meine Tochter, sie könnte auch eine Decke brauchen und so soll es nun eine Kniedecke werden.

Die größte Stricknadel, die ich finden konnte, Gr. 12, war mein Maßstab, für die ich mir eine passende Wolldicke aus verschiedenen naturfarbenen Garnen zusammengewickelt habe.
Größe 12 ist nun nicht wirklich XXL, eher XL, aber wenn man sonst Socken mit Nadelstärke 2,5 strickt, ist Größe 12 schon 4 mal so groß. Und auch die Knäuel kamen mir riesig vor.

Mein Musterstück aus Dreifach-Garn mit 30 Maschen und 40 Reihen brachte ein Quadrat von 35 x 35cm. Ich wollte aber nicht allzuviel zusammennähen und habe mich für 3 Streifen à 4 Quadrate entschieden. Anfangs dachte ich, meine Wolle würde gut reichen, aber immer wieder musste ich neue Kandidaten aus der Wollkiste holen, Quadrate zählen und Stücke wiegen, und am Ende sogar noch nach Wolle in diversen Läden stöbern, damit ich meine Wunschgröße auch erreichen konnte.


Mustertechnisch wechseln sich glatt rechts gestrickte Flächen mit Perl- und Würfelmustern ab. Eingeknüpfte kurze Wollfäden geben ein paar Farbtupfer.


Die Fäden auf der Rückseite dürfen lose hängenbleiben
Heute waren dann endlich alle drei Streifen fertig, obwohl ich für meine Verhältnisse früh angefangen habe, und ich bereit zum Zusammennähen.

Mit Nähclips konnte ich die Streifen gut vorfixieren, Stecknadeln hätten hier versagt.

Meine Decke misst ca. 110 x 150cm, wiegt am Ende wohl 1,3kg (das ist auf alle Fälle XXL) und die Randeinfassung stricke ich heute abend noch fertig.



Mein Fazit:  Die Wollkiste ist um einiges leichter, das Stricken war nicht so schwer und für die kühlen Tage sind wir nun gewappnet. Einzig das Herumtragen könnte etwas beschwerlich werden.

Mehr supergroße und megainteressante Projekte, inklusive eines gestrickten Gartenzauns!,  sammelt heute bimbambuki. Danke dafür und für die tolle Idee.


Die Stoffspielereien
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29.03.2020: „Draht und Stoff“ bei Nahtlust
26.04.2020: „Visible Mending“ bei 123-Nadelei
31.05.2020: „Blumen“ bei Petersilie & Co
28.06.2020: „Monogramme“ bei made with Blümchen
Sommerpause
27.09.2020: „Texturen aus der Natur“ bei Schnitt für Schnitt
25.10.2020: „Textile Behältnisse“ bei Feuerwerk by kaze
29.11.2020: (Thema noch offen) bei Nähzimmerplaudereien

Mittwoch, 5. Februar 2020

Der Februar tröpfelt sich rein

Auf einen richtigen Winter warten wir wohl vergebens, aber Regen bietet der Februar in Mengen, die man in manchen Regionen garnicht mit Freuden empfängt.

In meiner Ecke gab es draußen keine Überschwemmungen, aber Tropfen, in meinem Fall gläserne, die sich spielerisch mit dem mittwöchlichen Mustermix - oder besser: MittwochsMix - Thema "Tropfen und Zahlen" auf meinen kreativen Tisch ergossen haben.

Eine Annäherung an das Thema, das ich erst einmal wörtlich genommen habe.


Tropfenzahlen auf Seifenblasenpapier

Tropfen können ja ganz unregelmäßige Formen haben, je nachdem, wo man sie gerade anschaut. Da steckt noch viel Potential dahinter.
Im nächsten Schritt könnte ich sie digital vermustern. Oder als Zeichenmuster verwenden, wenngleich es garnicht einfach ist, die Lichteinfälle und Spiegelungen festzuhalten.


Einfacher war die zweite Spielerei mit Moosgummistempel und der Börsenpapierseite einer Wirtschaftszeitung. Die Idee mit der etwas abstrahierten Form ist nicht von mir, aber so gut, dass ich eine eigene Interpretation probieren wollte.


Den Bogen geteilter, blauer Tropfen kann ich mir gut als Deckseite für ein Februarbuch vorstellen, in dem ich weitere Zahlen und Tropfenexperimente sammle. 
Zeit genug bleibt noch. 


So lange staune ich über die vielen Ideen, die sich schon jetzt bei bei Frau Nahlust und Frau Müllerin finden.