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Dienstag, 11. Juni 2019

Origami-Skizzenbuchhülle

Meine asiatische Papierliebe am Montag Teil 2 kommt heute mal am Dienstag. 
Statt der angekündigten Blockbindung zeige ich eine wunderbar schnelle Hülle für Notizhefte, oder kleine Reise-Skizzenbücher wie bei mir. Eine Variante zu Frau Nahtlust's Origami-Umschlägen, die sie diese Woche vorgestellt hat.

Die Falttechnik kam mir vor zwei Jahren bei der Frühlingspost "Bücher" zum ersten Mal unter die Finger, und weil sie so anpassungsfähig ist, habe ich sie schon häufiger eingesetzt (zuletzt für die Dankes-Extrapost). 
Für die asiatische Variante habe ich ein japanisches Einpackpapier verwendet (wer kann das schon wegwerfen?), das für mein A6 Format von 7,5 x 10,5cm gerade groß genug war.

Prinzipiell benötigt man ein Papier, das ca. 2x so hoch und 3 bis 4x so breit ist wie die gewünschte Endgröße, also für ein Heft mit Größe A6 reicht ein A4 Papier.

Das Deckpapier faltet man zunächst von unten und von oben auf die Höhe des Buches (10,5cm). Als Deckel- und Rückenmuster, und zur Verstärkung, habe ich zwei  dünne Pappstücke 7,5 x 10,5cm zugeschnitten, die von innen eingeklebt werden.

Da mein Buch ein Leporello mit einer gewissen Rückendicke (1,2cm) sein wird, lasse ich in der Mitte einen Abstand zwischen den Pappen. Für ein einfaches Heft braucht man das nicht notwendigerweise. 
Dann faltet man den seitlichen Überstand um die Längskante. Das wird später die Einstecklasche für das Heft oder Buch.
Wenn man auch ein Bindeband einfügen möchte,fixiert man es am besten jetzt mittig hinter den Pappen und klebt es später auch fest. Um das Band durch das Deckpapier nach außen zu bekommen, mache ich einen kleinen Schlitz in der Falte.


Fertig geklebt und montiert sieht der Einband dann so aus. (Je nach Ausgangshöhe treffen sich die oberen und unteren Klappen nicht unbedingt. Mein Papier war größer und ich wollte es nicht abschneiden, deshalb überlappen die Klappen.)

Dann steckt man nur noch die erste und letzte Seite des Heftes oder Buches in die Laschen und fertig ist der Origami-Bucheinband.

Bereit für die Reisenotizen aus Asien, oder jedem anderen Teil der Welt. Vielleicht darf das Büchlein mit auf die nächste Reise, auch wenn es nur bis ins Trentino geht.

Mehr asiatische Papierimpressionen, Stempel, Collagen und Kalligraphie sammeln sich bei Frau Nahtlust im Juni.

Dienstag, 29. Januar 2019

Papier- und Stoffgefieder - Blick ins Skizzenbuch



Unser Futterhäuschen im Garten wird gut angenommen. Ein paarmal musste ich schon nachfüllen, auch wenn auf dem Foto kein Vogel zu sehen ist. Meistens kommen die (frechen) Kohlmeisen und picken sich die Sonnenblumenkörner raus.


Dabei werfen sie die unbeliebten Körner runter, und darüber freuen sich dann die Feldspatzen, Rotkehlchen und Türkentauben, auch ein paar wilde grüne Papageien haben sich schon gezeigt. 
Beste Gelegenheit für mich, meine Kenntnisse über die Vogelarten zu erweitern. Unser Fernglas kommt inzwischen häufig zum Einsatz, damit ich die feinen Unterschiede im Gefieder auch gut sehen kann. Dann probiere ich, den Vogel zu zeichnen.

Ich habe mir vorgenommen, in jeder Woche einen anderen Vogel zeichnend zu 'lernen' und mein Wochen-Skizzenbuch füllt sich.

Auch im Gefieder-Büchlein habe ich ein wenig herumgedoodelt, Federn mit Füller auf dem Sofa gezeichnet. Er war ein bisschen eingetrocknet und konnte den aufgefrischten Tintenfluss gut gebrauchen.

Dann auch einen Versuch mit Tangelmustern gemacht. An der 'Dynamik' arbeite ich noch, aber es macht doch Spaß, die Federn mit Mustern zu verzieren. Mit etwas mehr Übung könnten vielleicht einmal Karten daraus werden.


Aus Papier-Streifenresten entstand eine ganz andere Vorlage für Federn. Ich habe schon seit langem ein Patchworkmuster mit Federn im Kopf, das ich endlich im Gefiedermonat in die Tat umgesetzt habe. 

Zuerst die Streifen beliebig geklebt, dann im Winkel auseinander geschnitten und um 180° gedreht zusammengelegt. Die seitlichen Kanten mussten noch schmaler und die Federspitze gekappt werden, aber dann war das Ganze einer Feder schon ähnlich.

In Stoff umgesetzt sieht es dann so aus.

Der Federkiel ist ein schwarzer Streifen und der Hintergrund vorerst neutral beige.

Farblich habe ich einfach so in die Streifenkiste gegriffen und erst einmal die gelb-grün-rote Farbfamilie erwischt. Die Blau- und Violetttöne warten schon ungeduldig. 

Meine 'gefiederte Reihe' ist noch lange nicht erschöpft, sondern erst am Anfang. Ein reichhaltiges Thema, das Frau Nahtlust aber nun abschließt, um sich im Februar mit 'Kariertem' zu befassen.

Meine Ein- und Ausdrücke schicke ich auf leisen Flügeln noch zu den anderen Ideen auf der Linkliste.

Donnerstag, 22. November 2018

Verschlungener Mittwoch

Heute feiere ich mal einen Muster-Donnerstag. Der Mittwoch gestern wurde irgendwie verschlungen und das, obwohl ich doch rechtzeitig gratulieren wollte: 
300. Mustermittwoch! 
Hoch die Tassen (und alle anderen Muster), Michaela!

Klare Sache, dass es weitergehen soll. Bei mir fallen die Themen oft auf fruchtbaren Boden und es entstehen viele neue Ideen, nicht selten werden aber auch altbekannte Mustererinnerungen wachgerufen. Man sammelt ja unbewusst viele Musterelemente, die immer wieder auftauchen und sich dann als Lieblinge herausstellen. Manchmal ist es nicht ganz einfach, aus der Sammlung ein wirkliches Muster zu schaffen, was ja der Inhalt des MUSTER Mittwochs sein soll, aber ich gebe mir Mühe.

Mustererinnerungen kamen mir jedenfalls, als Michaela im August von ihrem Besuch im Victoria & Albert Museum erzählte und von ihrer Begegnung mit William Morris. 
Seine vielschichtigen Ornamente aus der Natur, gestaltet für Wände, Möbel, Inneneinrichtungen sind immer wieder faszinierend und aktuell. Die vielen Nachdrucke als Geschenkpapier oder auf Stoffen beweisen, wie zeitlose sein Design ist und bleibt.


Meine kleine Mustersammlung besteht aus Stoffmusterstückchen von 3x 4,5cm, die ich noch aus dem Patchworkladen in England behalten habe. 

Wir hatten alle möglichen Muster und viele verschiedene Farbkombinationen, aber die klaren, leuchtenden Muster der Kollektion haben mir immer am besten gefallen.

Um hinter das 'Mustergeheimnis' von William Morris zu kommen, habe ich einmal versucht, ein Muster nachzuzeichnen, oder besser: zu malen. Mit Zeichnen bin ich nämlich nicht weit gekommen, so komplex sind die Ranken und Blätter und Blumen. Obwohl viele Muster auf Gitter- und Kreisstrukturen basieren.

Ein wirkliches Druckmuster daraus zu entwickeln habe ich vorerst verschoben. Als Tapetenmuster bestehen die Drucke ja aus ziemlich vielen Druckstöcken und das übersteigt gerade meine Kapazitäten. So bleibt es für diese Woche bei einem bescheidenen Musterentwurf für mein Tapetenheft.

Was ich aber noch zeigen kann, sind zwei textile Werke, die aus den William Morris-Stoffen entstanden sind.

Die eher gedeckten Farbkombinationen eignen sich nämlich gut für Herbstmuster wie diese Blätterdecke. 
Während eine Freundin die farbfroheren Muster zu einem Sechseck-Kissen für mich verarbeitet hat.

Eine Variante von William Morris' verschlungene Rankenpfaden begegnen mir auch immer wieder bei einer bestimmten Teemarke, die unlängst auch eine passende Tasse als 'Beigabe' angeboten hat. Da konnte ich nicht widerstehen.

Das Design ist etwas reduzierter und könnte zu eher geometrischen Tapetenmusterlösungen führen. Mal sehen, ob ich das bis nächste Woche schaffe. 
Stecke ich doch ellenbogentief, wie wahrscheinlich die 152 anderen Postkünstlerinnen auch, in schwarz-weißen Adventspost- und anderen adventlichen Vorbereitungen. Und eine kleine Reise steht nächste Woche auch ins Haus. Wenn's hier wieder ruhig wird, liegt es daran.

Mehr Tapetenmuster wie immer hier bei Michaela.

Habt einen guten Wochenausklang.




Mittwoch, 31. Oktober 2018

Letzte wilde Herbstfrüchte


Am letzten MusterMittwoch-Oktoberabend sollten Kürbisse als DIE Herbstfrüchte nicht fehlen. Heute leuchten sie wohl überall um die Wette und zeigen den Geistern und bösen Wichten den Weg zu den Zuckertüten. 
Kürbisschnitztechnisch muss man sich dieses Jahr nicht so viel Mühe machen, der Trend geht zum Anmalen. Nicht ganz mein Ding.

Mir sind dagegen ganz andere wilde Früchte über den Weg gelaufen, über die ich ganz neue Dinge gelernt habe. Schlehen zum Beispiel, die nämlich wilde Pflaumen sind. Hättet ihr's gewusst? Sie schmecken tatsächlich auch so und man muss auch nicht unbedingt bis nach dem Frost warten, um sie probieren zu können.


Auch der Apfel hat eine Wildform, die Mispel. Ich habe zwei Bäume auf einem Spaziergang entdeckt und dachte, die Form eigne sich bestimmt für ein Muster. Essen kann man sie schon, allerdings muss man warten, bis die Früchte ganz braun und weich sind, aber das habe ich nicht vor.

 
Der Blick ins Biologiebuch hat mich vielmehr auf die Silhouette des Fruchtknotens gebracht, aus der ein Scherenschnitt und dann doch ein Stempel entstanden sind.


Ich habe mich mal wieder an einem Rapport versucht und ihn einigermaßen hinbekommen.

Farblich kann man mit schwarz-orange auch einen Kürbis- oder Halloweentouch imitieren.

Ich habe mich aber für eine eher herbstliche Farbe entschieden und auf einen Tapetenrest gedruckt (das Novemberthema klopft schon an), der demnächst als Bucheinband für meine 5 Früchteheft dienen soll, auch wenn in den Heften noch viel Platz für Ergänzungen, Collagen und Muster ist.
Diese Woche kam auch ein extra Highlight von außen dazu: eine Apfel-Grußkarte von Frau Nahtlust. Feinste Nadelmalerei mit kleinen Hintergedanken. Danke auch dafür.


Mein Herbstfrüchtetag ist noch nicht vorbei, es wartet noch eine Kürbis-Birnen-Marmelade, die gerne gekocht werden möchte. Hoffentlich muss ich nicht allzuoft an die Haustür rennen. Wie haltet ihr es mit diesem Event?

Vom Müller'schen Mustermonat verabschiede ich mich aber schonmal und freue mich auf den Tapeten-Wechsel im November.

 

Dienstag, 22. Mai 2018

Rosa Montag

Man soll die Feste feiern wie sie fallen und im Mai sind das: Geburtstag, Muttertag und Hafenfest.

Da konnte ich nicht zu Hause bleiben und war mal wieder kurz weg, meine Lieben im Norden besuchen.

Gemütlich war's und schon morgens VOR dem Aufstehen kreativ. Kaum war es hell im Zimmer, wurde auch schon das Malbuch gezückt und es gab 'Malen im Bett' statt 'Frühstück im Bett'. 
Das Ausmalen im Maxi-Bilderbuch war dann auch nur eine Aufwärmübung für's freie Malen auf dem Geburtstags T-Shirt für die Mama. Hat prima geklappt, nur ein Foto habe ich vergessen zu machen.


Und weil ja auch Muttertag war, und mir Frau Nahtlusts Monatsthema 'Rosa' nicht aus dem Kopf ging, kamen ein Schwung Rosenpapier-Herzen wieder ans Licht. Immer zwei übereinander genäht gab es drei tänzelnde Herzenketten, die unseren Ehrentag verschönten. (ich hab versucht, es zu fotografieren, bin aber am Licht gescheitert)

Das Rosa nur zart angedeutet, genauso wie bei den eingesammelten Quittenblüten. 


Überhaupt kreisen meine Gedanken beim Thema 'Rosa' ganz natürlich um Blüten und anderes Rosafarbenes in der Natur. Nicht nur in der Flora, auch in der Fauna gibt es da ganz prächtige Exemplare. 


Dieser Flamigo hatte es mir angetan und so habe ich versucht, selbst mal einen zu zeichnen und zu colorieren.
Im Skizzenbuch gesellte sich schnell ein bisschen Wasser und ein paar Collagenschnipsel dazu, rosa Schrift tauchte auf und ein paar tränende Herzen, und voilà: es wurde ein richtig rosaner Montag. Da blinzelt sogar das Rehkitz verwundert.


 Fehlt nur noch ein Stempel? Die ultimative Herausforderung. Machen wir den Test.


Hat geklappt. Ich besitze sogar ein rosa Stempelkissen!

Nun hat der große Flamingo wenigstens Gesellschaft und alle zusammen überlegen, wie sie sich auf Karten verteilen können. Dazu brauche ich aber noch einen weiteren Montag. Da gibt es dann auch etwas rosa Genähtes.
Gut, dass Frau Nahtlust noch bis Ende des Monats Rosanes sammelt.
Schaut mal rein. 

Eine gute Woche.
 

Sonntag, 6. Mai 2018

Sonntagsplausch - Blick ins Sketchbook

Nachdem es zeitlich nicht für den Freitag-Freutag-Beitrag gereicht hat, beflügelt mich heute der frische Sonntagmorgen und ruft nach einem Update-Plausch.

Draußen zwitschert die Vogelwelt um die Wette, drinnen freue ich mich über zwei besonders pfiffige Vögel, die kürzlich ganz überrraschend zu mir geflogen kamen .  

Carola und Elvira sind der Frühlingsboten-Aufforderung auf dem PostKunstBlog gefolgt und haben nicht nur mich mit tollen Karten überrascht. Große Freude. 
Doppelte Freude, denn beide haben auch beim Wettbewerb teilgenommen und etwas gewonnen. Meine Glückwünsche!
 
Ich habe zwar das Collagenbuch hier im Regal, nur zum Gestalten vom Karten bin ich nicht gekommen. Mein Fokus lag in den letzten zwei Wochen auf einem anderen Projekt. Bei Karen Abend hatte ich einen 'Sketchbook Revival' Kurs gefunden, dem ich konsequent gefolgt bin. Karen hat hier über 12 Tage 23 ganz unterschiedliche Künstler zu ihren Sketchbook Gewohnheiten befragt und für jeden Tag 2 Sessions zusammengestellt. Online und ganz umsonst. Eine Mischung aus Motivationstraining und Techniken, Collagen und Comics, Natur und Abstraktem.
Normalerweise schaffe ich es nicht, solchen 30-Tage oder Jahresprojekten bis zum Ende zu folgen, aber 12 Tage schienen mir machbar. Und tatsächlich habe ich jeden Tag etwa 2x 50 Minuten Video geschaut und habe versucht, gleichzeitig die Anleitungen mitzumachen. Nicht alle Seiten sind schon voll, aber das Programm ist noch bis zum 18. Mai offen. Zeit für einen zweiten Blick und Ergänzungen.
Wer also selbst noch reinschauen will, kann sich noch über die Webseite anmelden.

Als Sketchbook habe ich ein altes, selbstgebundenes Buch im A6 Format aktiviert, denn in der ersten Session kommt auch Buchbinden vor. Wie praktisch. Das Büchlein hat 2 unterschiedliche Papiere und manchmal habe ich einfach dickere Blätter eingeklebt. Vor allem wenn es um Nasstechniken ging.
Wollt ihr mal reinschauen? 

Doodeling ist immer ein guter Anfang, wenn man sich warm machen will.
Gekritzelte Blattseiten als Hintergrund, kombiniert mit Gesso und Collagen.
Manchmal entwickeln sich nach und nach ganze Geschichten.

Auch wie man Mandalas zeichnen kann, ist ein Thema. Guter Mustermittwoch Nachtrag.
An einem Tag stand die Aquarelltechnik auf dem Plan, mit der man die Natur (Frühlingsbäume lassen grüßen) prima festhalten kann.
Auch mit dickem Markern haben wir gespielt und verschiedene Ideen für das Zeichnen des Datum bekommen.
Eine Session von Danny Gregory wird mich nun länger begleiten. Er ist ja ein freudiger Verfechter des 'Alltags-sketchens', also 'Zeichne alles, was dir unter die Augen kommt'.
Jeden Tag. Aus Gewohnhheit. Mit meinem Schlüsselbund habe ich angefangen.

Aber täglich begegnet mir ganz sicher  noch eine anderer Gegenstand: eine Tasse. 
Mein Revival-Sketchbook hat nun eine kleine Schwester bekommen. Schon Ma Umschlag ist unschwer zu erkennen, dass als tägliche Aufgabe nun eine Tasse auf meiner Liste steht.

Ein Leporello-Büchlein mit original Müller'schem Einband.

Für 30 Exemplare habe ich Platz. Mal sehen, ob es zur Gewohnheit wird. 
An Zeichenmaterial sollte es nicht fehlen. In meinem Schrank schlummern noch viele Tassen, die gerne mal ans Licht kommen möchten. 

Auf alle Fälle bleibe ich nicht durstig, bei diesem wunderbaren Frühlingswetter.
Hoch die Tassen!!