Montag, 18. Januar 2016

Alter Kalender - neuer Kalender

Dreifache Papierliebe am Montag

Kommt ein neues Jahr, begrüße ich es mit einem neuen Kalender von Marjolein Bastin. Ihre wundervollen Zeichnungen und Aquarelle aus dem Garten begleiten mich schon seit Jahren, als Blickfang und Merkbuch direkt am Eingang zur Küche (wo man ja täglich merhmals vorbei kommt). Unnötig zu sagen, dass ich keinen ihrer Kalender weggeben konnte. Nicht einmal zu etwas anderem verwandeln wagte ich bisher.


Dieses Jahr habe ich aber trotzdem einen Weg gefunden, ihre Bilder weiter zu benutzen: ich hänge einfach den Kalender von 2010 wieder auf! Da fällt das Datum genau auf den gleichen Wochentag wie dieses Jahr ... bis zum Februar. Der hat misslicherweise in 2016 einen Tag mehr. Hm, was tun? Einfach ausfallen lassen und dann mit dem Kalender von 2011 weiter machen. Der passt bis Silvester! Voilà. Win-win.

Und noch ein Kalender musste auf den neuesten Stand gebracht werden: mein Taschenkalender, den meine Tochter letztes Jahr für mich gefertigt hat. Alle Seiten waren von Hand datiert, ein Einband gestaltet und alles felxibel mit Buchringen zusammengefasst. Sollte ich mir einen neuen wünschen? Oder konnte ich den alten neu bestücken?


Bei Tabea habe ich gelesen, dass sie es mag, jeden Tag selbst in den Kalender einzuladen, indem sie alle Daten von Hand einfügt. Dieser Gedanke gefiel mir sehr und so hat mein Kalender von mir neue, auch farblich inspirierte Blätter bekommen. Freies Doodeln an jedem kommenden Tag ist gratis inbegriffen.

Heute habe ich auch endlich die Zeit gefunden, meine Papierliebe-Idee zu Susannes Januar-Thema 'Typographie' auszuprobieren. Es ist eine Kombination mit Michaelas 'Eis und Schnee'-Mustermotto, das mich schon den ganzen Januar umtreibt.

Ein bisschen in Anlehnung an das Montagslicht vom November wollte ich auch Schnee einmal schriftlich ausprobieren. Und was ist dafür besser geeignet als ein neu erworbener Stempelsatz mit unterschiedlichen Lettern?
Da fallen die Buchstaben vom Himmel und verdichten sich zu SCHNEE.



Ein paar Flöckchen dazu und schon kann sich das Kätzchen vor Neugier nicht mehr zurückhalten ...


Wenn da nicht der Mail-Art-Advent nochmal durchscheint?

Und wie schön, dass sich dieses Wochenende auch tatsächlich der Schnee und eine Menge Eis eingefunden haben! Dafür habe ich doch auch schon Vorbereitungen getroffen. 
Mit Hilfe von Strick- und Schnittmustern. 
(war ich doch nicht ganz untätig in der lagen Zeit meiner Blogabwesenheit.)  
Aber davon berichte ich beim nächsten Mal. 

Euch einen frischen, Ski und Rodel-guten Januar.

 

Sonntag, 20. Dezember 2015

Advent Mail Art: im Jahr der Katze (making of)

Der 4. Advent! 
Die letzte Kerze ist angezündet, alle Plätzchen entwickeln in den weihnachtlichen Dosen ihr volles Aroma und zumindest ein Teil meiner Adventskatzen ist noch pünktlich angekommen. Danke für die Rückmeldungen! 
(Die Laufzeiten der Karten sind offensichtlich sehr unterschiedlich, auch wenn sie am selben Tag losgehen.)

Zeit also, ein bisschen zu verschnaufen und hier die Entwicklung und Herstellung meiner Katzenkarte zu zeigen.
Als Tabea das Thema bekannt gab, war ich nicht sicher, ob ich teilnehmen würde. Ich kann konnte keine Katzen zeichnen (habe auch keine im Haus), und die schiere Menge von 24 Karten hat mich auch einmal durchatmen lassen. Aber: wer nicht wagt, der nicht gewinnt! schon garnicht an neuen Fähigkeiten, sagte ich mir und die Neugier und der Forscherdrang herauszufinden, wie man mit Milchtüten drucken kann, waren schließlich größer.


Das Zeichenproblem kann man ja bekanntlich nur durch Übung lösen. An ein paar Skizzen (nach Fotovorlagen) konnte ich erleichtert feststellen, dass Katzen auch für mich 'machbar' sind. Für den Druck von feinen Detaillinien, wie ich sie gerne umsetzen wollte, würde ich aber mit dem Hochdruck nicht alleine weiterkommen. 

Radierungen (also Tiefdruck) hatte ich früher in der Schule schon mal gemacht, ein paar Werkzeuge also schon bei der Hand, inklusive einer haushaltsüblichen 'Druckmaschine'. 

Dann kam Kristinas Karte und die fehlenden Tipps und Links auf ihrem Blog! 
Schnell noch die passenden Farben und Papier bestellt und dann konnte es losgehen.
(Meine Karte als September-Karte wollte ich in herbstlichen Farben und 'Ginger' als Katzenname ging mir die ganze zeit durch den Kopf.)


Die ersten Probedrucke. Zunächst nur mit einer Farbe, die ich für den Druck soweit wie nötig abgewischt habe.
Dann ein Versuch mit 2 Farben, nacheinander aufgetragen und dann mit den Plastikkarten abgekratzt, bis genug Fläche frei war für den Druck. Nicht ganz nach der Tradition, aber dafür war der Druck 'dynamischer'.


Dieser Effekt gefiel mir gut und so entstanden die teilweise sehr unterschiedlichen Karten dieser Serie.


Aber egal, ob ein- oder mehrfarbig, das Drucken hat viel Spaß gemacht und ich bin ganz froh, dass ich mich nicht habe abschrecken lassen. (Ganz abgesehen davon, dass mir  23 tolle kreative Karten entgangen wären, die mich weiter inspirieren!)


Danke an alle aus meiner Gruppe für die tägliche 'kleine Freude' beim Gang zum Briefkasten und die wundervollen Karten für das nächste Jahr. 
Und natürlich an Tabea und Michaela für ihre Organisation!


Mittwoch, 16. Dezember 2015

Der etwas andere Adventskalender

Für die Zeit im Advent denken sich viele kreative Köpfe spannende, lustige, süße, nachdenkliche und viele andere Arten von Kalendern aus, um uns die Zeit bis zum Fest zu verkürzen. Auch in unserem Haus hat der Advents-Kalender Tradition. Bevorzugt nachhaltig, also Wieder-zu-befüllen, und flexibel anpassbar auf die jeweilige Anzahl der Bewohner.

Seit ein paar Jahren erfüllt ein 'Gehänge' mit Leinensäckchen wunderbar diese Kriterien und dieses Jahr glänzt er mit dem besonderen Mail-Art Adventskarten-Effekt!
Die Säckchen sind nämlich nur mit einer Klammer befestigt, und wenn eines zum Aufmachen abgenommen wird, kommt an seine Stelle eine Weihnachtskarte.

Falls mal keine im Briefkasten ist, habe ich einen glitzernden Fundus aus Karten der vergangenen Jahre.
Dieses Jahr habe ich den Kalender zusätzlich mit meiner Sammlung einzelner, verwaister Teebeutel gefüllt und so auch meinen Schrank nachhaltig entlastet.


In 2015 übernehmen die wunderbaren Katzenkarten aus Tabeas und Michaelas Advent Mail Art Aktion die Stelle der Weihnachtskarten. So kann ich sie zwei Mal genießen: alle gemeinsam im Dezember und dann einzeln als Monatskalender in 2016.

So hat es am 1. Dezember angefangen. Inzwischen sind wir über der 'Halbzeit'  und es sieht mittlerweile so aus.

Das ist jeden Morgen ein Geschnurre an meinem Essplatz, kann ich euch sagen! 
Zum Glück muss ich sie aber nicht füttern. Mehr und detailreichere Bilder findet ihr unter dem Mail-Art-Link. Schaut mal rein!
Der 'Andere Zeiten' Adventskalender in der Mitte ist ein Geschenk einer Freundin, der täglich Texte zum Nachdenken und Innehalten bereithält.

Und jetzt nur noch 2 Mal schlafen, dann kommt auch meine Karte (hoffentlich) bei den anderen in der Gruppe an. Wie meine Katze aussieht? Naja, davon dann beim nächsten Mal. Ich sage nur: Katzen mögen Nudelmaschinen. Definitiv.

Gemütliche  Adventstage!

Freitag, 11. Dezember 2015

Dezember Elfchen

Warten

auf Schnee,
Christkind, Plätzchen, Jahreswende.
Freude, LiEbe, Staunen, LichT.

Dezember 


 

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Eigene Federn

Mein armer kleiner Blog. Nun war er schon wieder verwaist. Ganz unbeabsichtigt und deshalb auch ohne Ankündigung. Tut mir leid, dass ihr vielleicht vergeblich bei mir reingeschaut habt. Und danke, dass ihr nicht aufgegeben habt.

Ich war ziemlich mit der Vorbereitung meines Adventmarktauftritts am letzten Wochenende in Hochheim (am Main) beschäftigt ...


... und dabei besonders mit "der dunklen Seite der Macht"!


Ich wollte diesmal gerne etwas für Jungs mitbringen (große und kleine, die ja normalerweise nicht viel auf den Handwerkermärkten finden können), und bin über farbenfrohe Star Wars Stoffe gestolpert. Da blieb keine Zeit mehr, meine Neuigkeiten zu posten, leider.

Jetzt sind die Dinge wieder an ihrem Platz und die anderen kreativen Herausforderungen können wieder Einzug halten: Adventskalender-Mail Art (nächste Woche sollen meine Karten auf den Weg), Papierliebe und, wer weiß, sogar noch eine Winterwald-Inspiration?

Ideen habe ich genug gesammelt, und das mit dem Posten werde ich auch noch in den Griff kriegen. 

Donnerstag, 12. November 2015

Fremde Federn

Das Spannende an Michaelas Muster-Mittwoch sind die ganz unterschiedlichen "Ergebnisse", die ihre Themen immer wieder hervorbringen. 
Im November sind Feder- und Vogelmuster gefragt, die unsere Fantasie ganz federleicht ins Schwingen bringen.
Gänsefedern habe ich schon gesammelt, die könnte ich prima als Vorlage nehmen, dachte ich. Aber wie sind sie eigentlich konstruiert? Beim Blick ins Nachschlagwerk bin ich dann ganz unversehens bei den anderen "Federn" gelandet, bei den technischen. Oooops.



So viele Varianten!! Ich war verblüfft. Viele davon kennt man aus den Wäscheklammern, den Uhren oder der Matratze. Aber dass die Sicherheitsnadel auch eine (Schenkel) Feder ist, war mir neu. Darf ich auch mit dieser 'Feder' mustern? Der Mustermittwoch erlaubt ja Abwege und Spielereien, also habe ich es gewagt. (alles analog, da meine Digitalisierungskenntnisse noch nicht ausreichen)


Erst mal liniear und dann in freieren Varianten, bis ich am Ende ...


... doch bei einem 'richtigen' Federmuster gelandet bin.



So schließt sich der Kreis wieder! Da war ich doch ganz glücklich darüber.
Danke, Michaela, dass du mich Abwege hast finden lassen!

Was ich aber noch herausfinden muss: Wer kam auf die Idee, das technische Element im Deutschen auch "Feder" zu nennen? In anderen Sprachen ist das nicht so. Vielleicht hat jemand einen Tipp?



Montag, 2. November 2015

Montagslicht

Fiat Lux!
Der November verlangt großen Einfallsreichtum, um sich die grauen Tage heller und freundlicher zu machen. Leuchten im Oktober noch die Bäume in allen gelb-orange-rot Schattierungen, sind sie im November kahl, die Tage werden nicht nur noch kürzer, sondern oft auch wolkenverhangen-grau und neblig-trüb.

Frau Nahtlust sammelt in diesem Monat (vielleicht deshalb) die allerschönsten Papierliebe-Lichtideen auf ihrem Blog, der auch sonst eine wertvolle Quelle für Inspirationen ist, wenn man eine Erleuchtung sucht. Aber wem sag' ich das!

Mein schnelles Montagslicht ist eine kleine Klappkarte, mit der ich ausprobiert habe, wie ich das Thema 'Licht'  wörtlich sichtbar machen kann.


Die Buchstaben sind von hinten auf die Karte skizziert und mit dem Cutter frei ausgeschnitten. Von vorne reicht ein kleiner Strich mit dem Falzbein am 'Scharnier' und schon lassen sich die Buchstaben ausklappen. Hinterlegt mit einem Transparentpapier (das eigentlich orange ist, der Oktober wirkt noch nach), leuchtet das 'Licht' von alleine.

 
Schon ist das Grau viel erträglicher.
Ich freue mich, dass mich nun morgendlich das Licht von der Pinwand grüßt, egal wie es draußen aussieht.

Mit einem kleinen November-Elfchen, das auch ein paar fröhliche November-Besonderheiten reflektiert, wünsche ich euch eine gute Woche!


Nebel,
nasser November.
Gänseflug, Martinszug, Helau.
Stürme krachen, Lichter lachen.
Advent!