Sonntag, 22. Oktober 2017

Seht nur, da steht er ... matchbox No. 42

Friseure und Friseurinnen und ich haben bisher eine wechselvolle, und nicht selten haarige Beziehung miteinander. Dabei sind meine Haare doch eigentlich unkompliziert: ungefärbt, kräftig, viele. Ich föne nicht viel und mag sie nehmen, wie sie gewachsen sind. Muss doch nur der Schnitt stimmen. Eigentlich.

An meiner "Ausrüstung" kann man schon erkennen, dass das nicht immer geklappt hat. Ich habe oft den Friseur gewechselt, weil es nach dem 2. Besuch nicht besser wurde, und auch das Umziehen hat nicht nachhaltig geholfen. Am schwierigsten war es im Ausland, weshalb mir es irgendwann egal war, was rauskam.

Einen guten Schnitt erkennt man ja erst nach dem ersten Waschen und (bei mir gerne luft-)Trocknen. Nicht selten habe ich da schon die Hand nach der Schere ausgestreckt.

Wirklich doof, dass man so abhängig ist von diesem Handwerk. Weil, wenn es nicht klappt, sieht man für einige Wochen eben aus wie ein Struwwelpeter. (Ich bin auch nicht der Typ, der gleich beim Weggehen schon einen neuen Termin ausmacht.)

Manchmal wachsen die Haare ja auch über Nacht gleich 20 Zentimeter. Kennt ihr das auch? Dass man morgens in den Spiegel schaut und GANZ plötzlich sind die Haare nicht mehr zu ertragen! Da will man SOFORT zum Friseur. Blöd, wenn man dann erst einen Termin in 4 Wochen hat.

Meine Streichholzschachtel enthält deshalb Dinge, die ich im Notfall zur Überbrückung der sauren-Haare-Zeit brauchen kann: Haargummis, Klemmen und mein schweizer Taschenmesser in der Ladygröße.

Das kleine Messer hat neben dem bekannten scharfen Messer noch eine Feile und eine Pinzette, und vor allem: eine Schere!!!

Bleibt noch anzumerken: seit einem guten Jahr bin ich sehr zufrieden mit meinem schnitt und meiner Friseurin, weshalb das Messer wieder in die Handtasche wandern kann.

Und die Streichholzschachtel No. 42 reiht sich in Susannes Liste ein. Da gibt es bestimmt noch mehr Rapunzelgeschichten.

Freitag, 20. Oktober 2017

Freitagsfische

Zuerst ein überrraschender Fischfund zur letztjährigen MailArtAktion ' Siebdruck-Fische'.
Beim Durchblättern der neuen Patchworkgilde Zeitschrift fiel mir dieser Quilt auf. "Die Fische kenne ich doch?" war mein erster Gedanke und tatsächlich, ein Quilt aus einer der Gruppen. Stimmig verarbeitet. Ein gutes Vorbild. (Leider kann ich ihn nicht mehr mit der PostKunstWerke Seite verlinken.)


Und dann habe ich noch eine weitere Variation zum Thema Dreieck, das mal nicht am Mittwoch, sondern dem Inhalt entsprechend am Freitag kommt: Dreiecks-Fische.

Man hat ja oft Ideen und Bilder aus Büchern im Hinterkopf und beim Thema "Quiltmuster" fiel mir mein Tangle-Buch wieder ein. Dort hatte ich mal dreieckige Fischmuster gesehen, genannt 'bones'. Die habe ich - noch nicht- gequiltet, sondern verstempelt.

Die leichten Bleistiftstriche sind nicht exakt in Schnitzlinien zu übertragen (jedenfalls für mich), weshalb der Fisch mit ein paar 'schräge Kräten' daherkommt.

Man kann ihn in Reih und Glied schwimmen lassen ...

oder im Kreis ...

oder man macht 'nen ganz großen Schwarm.
Wie immer gibt es viele Möglichkeiten.

Ein ganz sprudel-frischer Fisch hat mich vor zwei Wochen in Mainz am Fischtorplatz mit meinem endlos langen Freitagmorgen versöhnt.

Im Hintergrund der Mainzer Dom
Saß ich doch gute 4 Stunden beim Arzt und habe gewartet. Da kann es einem ganz schön öde werden. Ich hatte ja Wartezeit erwartet, aber so lange? Mein Skizzenbuch hat sich gefreut und eine ganze Seite konnte ich füllen. Es geht doch nichts über Üben. Vor allem das zeichnen in der Öffentlichkeit. Und hören kann ich nun auch wieder gut.



Meine Freitagsfische verlinke ich mal wieder mit Andiva und die Muster kommen zu Michaela.

Ein entspanntes Wochenende!! 
(genießt das letzte in der Sommerzeit)

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Im Dreieck springen

Wenn man mal so Schnipsel auf dem Tisch liegen hat, bevorzugt aus Stempelmaterial, dann hüpfen die Ideen von ganz allein ins Musterbuch. Die Reste meiner nächtlichen Monster waren wunderbarerweise gleichseitig und wollten noch nicht in die Schublade. Lieber ein bisschen herbstlich tanzen wie die Blätter draußen.

Irgendwie kam mir dabei ein Kaleidoskop in den Sinn, das ja auch mit einem Dreieck funktioniert. In der Röhre liegen drei Spiegelflächen, die die frei fallenden Musterschnipsel am Ende der Röhre vielfach spiegeln und so immer wieder neue Muster bilden.
Quelle: Wikipedia
Früher habe ich schon einmal selbst eines gebaut. Dieses feine Ampelmännchenexemplar habe ich aber aus Magdeburg mitgebracht. 




Das Fotografieren der Muster war natürlich nicht gut möglich, aber das System wollte ich an einem Stempel testen: zwei Dreiecke, die an den Kanten jeweils gespiegelt sind, also A und B.
Der erste Versuch letzte Woche ging natürlich gründlich daneben (kein Foto). Dieser zweite Entwurf funktionierte dann schon besser. (schnitzen muss ich allerdings noch mehr üben)

Dem Spiegelschema folgend wollte ich ursprünglich zwei Dreieck schneiden und dann wechselweise stempeln. Der Einfachheit halber habe ich mit einer Raute begonnen und sie dann letztlich doch nicht auseinandergeschnitten. Beim Stempeln wäre das ja doppelte Arbeit gewesen. Ist das schummeln? Immerhin sind die Blumen dreieckig und es gibt einen Zackenrand.



Da mein Arbeitstisch mal kurzfristig nicht mit Nähzeug belegt ist, möchte ich die nächsten Tage eine Acrylversion ausprobieren.

Derweil öffne ich in meinem Quiltschrank, in dem sich einige Dreiecksquilts finden wie dieser Kaleidoskopquilt. DER ist wirklich (fast) nur aus Dreiecken genäht.


Die Farben würden Michaela gefallen, könnte ich mir denken. 
Ich schicke sie ihr digital und reihe mich für heute wieder einmal ein in die Musterliste für Oktober.


 

Freitag, 13. Oktober 2017

12 von 12 im Oktober

Gestern war Donnerstag, der 12. Und ich habe es mal wieder geschafft, meinen Tag festzuhalten. Nur für's Teilen haben die Stunden nicht mehr gerreicht. Darum heute mein 12 von 12.

Gut hat er begonnen, mein Tag. Schon am Morgen, noch vor dem Frühstück, hing eine kleine Überrraschung an der Haustür.
Eine Tüte voller Herbstquadrate, die meine Freundin Petra 'übrig' hatte. Das wird ein feines Herbstkissen, oder zwei, oder drei.
Dann ein Blick auf die Skizzen-Prompt-Listen. Es ist ja #inktober. Und ich bin feste dran, jeden Tag eine kleine Zeichnung zu machen. Die Stichwörter für heute sind 'shake' und 'shattered' (auf der sketchbook Liste). Wenn mir kein 'Bild' dazu einfällt, reicht mir auch eine lettering-Idee.
 
Im Dachgeschoss habe ich meinen Kreativraum und dort wartet auch schon meine Aufgabe für den Tag. Ein Kleid aus Ariellestoff wird ersehnt und ich bin noch weit entfernt von 'fertig'.
Eine (andere) Freundin kommt zum Nähbesuch. Sie möchte gerne zwei Hüllen für ihre Notizbücher nähen. Der Tee wandert mit nach oben.

Zwei Stunden später ist sie sehr zufrieden.

Eine kleine Mittagspause habe ich mir verdient. Mein Blick schweift nach draußen über die herbstlichen Gärten. Unter dem Dach zu arbeiten ist im Herbst definitiv wunderbar. Im Sommer eher schweißtreibend.

Mein Meerjungfrauen Projekt gedeiht, eine extra Leggins ist fertig. Nur am Kleid fehlt irgendwie noch ein bisschen Zing.

Am Oberteil hätte ich gerne noch etwas Welliges. Zackenlitze wäre nicht schlecht, aber ich habe keine in türkis. Naja, dann halt schnell mal weiße Litze färben.

Vom Sonnendrucken gibt es ja noch Farbe - und das Waschbecken wurde nachher auch wieder sauber.

Tasche packen und ab zum Wellcome Kinderdienst. Bauklötze stapeln und Fingerspiele auspacken. 
Auf dem Heimweg steigt mein Blick zur Zeit immer wieder nach oben. Kirchtürme faszinieren mich und ich frage mich, ob ich es schaffe, die Kirchen nur anhand der Türme auseinanderzuhalten. Demnächst werde ich wohl mal ein paar zeichnen müssen. Dann geht das besser.

An der Haltestelle bin ich etwas zu früh, was mir aber Gelegenheit gibt, das Skizzieren in der Öffentlichkeit zu üben. Man glaubt nicht, wie oft die Menschen sich bewegen oder gar aufstehen und einfach weggehen, selbst an Haltestellen. 
Das nächste Mal schaffe ich dann die andere Hälfte der Bank. Ich musste aufhören, sonst hätte ich den Bus verpasst. (Mein großes Vorbild für die 12 von 12 ist  Melanie, die den Tag so fantastisch in Skizzen festhalten kann. Aber das wird in diesem Jahrhundert wohl nicht mehr klappen.)
 
Abends hatten wir spontan Karten für etwas Musik im 'Unterhaus' in Mainz reserviert. 

Was zieht man da an? Was Boarisches? Auf alle Fälle einen Rock, ist doch für mich auch 'Rocktober', ein Monat, in dem ich verstärkt Röcke oder Kleider anziehen möchte.

Mein neuer Wenderock durfte seine Premiere feiern. Nur gebügelt musste er noch werden. Er hat sich gefreut und mich prima bekleidet.
Mit einem kleinen Nachttrunk haben wir den Tag beendet und dann war es auch schon Zeit für die Federn.

Noch viel mehr 12 von 12 findet ihr bei Caro.



 

Montag, 9. Oktober 2017

Nächtlicher Besuch

Gestern Abend habe ich ganz spontan eine Dreieck-Zickzack Idee ausprobiert.
Ein 'dreieckiger Rapportstempel' ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Das Schnitzmesser ist ja nie weit weg.

Das Stempelchen hat sich auch prima zu Mustern gefügt, die Zacken sich brav zum Zickzack ergänzt.  Ein kleines Zackenwäldchen.


Doch als ich heute Morgen ins Zimmer kam, grinsten mich aus dem Zickzackwald ganz frech diese Kreaturen an. Wolpertinger? Elwetritsche?




Egal, Hauptsache harmlos. 
Deshalb lasse ich sie schnell mal zu Susanne hüpfen. Dort sammeln sich im Oktober noch ganz andere papierverliebte Waldtiere.
Und ganz zackig auch schon mal zum Mustermittwoch
Wer weiß, bis Mittwoch fällt mir wahrscheinlich noch eine andere Variante ein.

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Ecke ab oder 'appe' Ecke

Noch unter dem Eindruck meines bayerischen Wochenendtrips, bei dem es viele Zuckerguss-Zickzack-Herzen und Rauten zu sehen gab, starte ich den Muster-Oktober mit einem Griff in die Restekiste aus den Sonnenmonaten.

Beim Schnitzen von Sonnen übrig gebliebene Dreiecke flott montiert und zick-zackig flächg vermustert.
 
Eine neue Anordnung ergibt wieder ein neues Muster, gerne auch linear.
 
Und wie es aussieht, wenn man mal auf Stoff eine Ecke abschneidet? 
Dann bekommt man ein 'appe' Ecke Muster (ich mag diesen Ruhrpott Ausdruck einfach), vor einiger Zeit habe ich mal ein Kissen daraus gemacht, im sommerlich, mediterranen Farbschema, während es draußen ja doch allmählich herbstlich wird.





Mehr Dreicksgeschichten bei Michaelas Mustermittwoch

Mittwoch, 27. September 2017

Färgglada insekter - Mustermittwoch (und mehr) auf schwedisch

Ob es an Michaelas dänischem Eröffnungsmittwoch lag oder an der farbenfrohen Dresden-Krabbelei, weiß ich nicht. Vielleicht auch an 'Bunte Bücher', das mich seit dieser Woche mit immer neuen Ideen befeuern.
Jedenfalls haben mich meine Insekten heute ganz woanders hingeführt als ich letzte Woche dachte.
Statt Stempelschnitzen wollte ich gerne einmal 'Schnittmuster aus Papier' probieren und dachte, ich könnte statt einfachem, weißen Papier doch auch mal einen Kleiderkatalog der farbenfrohen, schwedischen Modeschöpferin 'Gudrun S.' benutzen.

Damit das Papier meine Druckerei auch aushält, habe ich vorsorglich ein paar Seiten mit Acrylmedium verstärkt. Dann habe ich fleißig gefaltet und freihand symmetrische Insekten ausgeschnitten.

Eigentlich hatte ich gehofft, die Schablone mit einem Roller bearbeiten zu können, aber das Tupfen mit dem Schaumgummistempel ging besser. Mit ein paar gezeichneten Beinchen und Fühler können die Kleinen auch gleich wild loskrabbeln.

Ein paar davon flogen weiter ins Skizzenbuch und mischten sich emsig mit den ausgeschnittenen Teilen zu einer Collage.


Meine Krabbler ließen sich absolut nicht in Reih und Glied sortieren. Manchmal hat man da keine Macht drüber. Das nächste Muster-Thema ist da sicher 'gehorsamer' und geometrisch besser zu organisieren.



Matchbox No 39
 
Und weil ich schonmal in Schweden bin, schicke ich auch gleich meine Streichholzschachtel für diese Woche hinterher. Susanne wollte gerne Schwedische Variationen. Hier kommt dieses Mal ein Original. Zu schade, um beklebt zu werden.

Aus meiner Zeit in Mölndal, in der Nähe von Göteborg, habe ich noch diese Schachtel, mit dem wunderbaren Namen 'Solstickan', was so viel heißt wie: Sonnenstäbchen, aufbewahrt. Es ist der Name der Firma, aber sehr passend.
Gefüllt ist die Schachtel natürlich mit vielen, vielen Erinnerungen, vor allem an den See, an dem wir wohnen durften. Dort, wo der rote Punkt ist, rechts von Helenevik, stand das Haus mit eigenem Zugang zum See. Im Sommer recht frisch zum Baden und im Winter tatsächlich ganz zugefroren, bereit zum Eis- und Skilaufen. Der Blick auf den See ist noch heute unser Desktop-Hintergrund.
Was auch unbedingt rein musste ist der schwedische Zimt, pfeffriger als der deutsche, der die Kaneelbullar so unwiderstehlich macht. Und 'räkor', die leckeren Krabben, die es freitags frisch zum Abendbrot gab.
Verständlich, dass diese Leckereien nicht in die kleine Schachtel passten. So kann ich heute nur davon berichten und, wenn es mir gelingt, beim nächsten Mal ein paar Bilder davon nachreichen.


Für alle Rätselfreunde von letzter Woche gibt es demnächst einen kleinen Preis für das fleißige Mitknobeln. Die Lösung war natürlich 'ELF'.

Ein sonniges langes Wochenende wünsche ich jetzt schon, da ich mich morgen auf den Weg nach Süden mache. Skizzenbuch und Stift warten auf neue Abenteuer.