Sonntag, 6. Mai 2018

Sonntagsplausch - Blick ins Sketchbook

Nachdem es zeitlich nicht für den Freitag-Freutag-Beitrag gereicht hat, beflügelt mich heute der frische Sonntagmorgen und ruft nach einem Update-Plausch.

Draußen zwitschert die Vogelwelt um die Wette, drinnen freue ich mich über zwei besonders pfiffige Vögel, die kürzlich ganz überrraschend zu mir geflogen kamen .  

Carola und Elvira sind der Frühlingsboten-Aufforderung auf dem PostKunstBlog gefolgt und haben nicht nur mich mit tollen Karten überrascht. Große Freude. 
Doppelte Freude, denn beide haben auch beim Wettbewerb teilgenommen und etwas gewonnen. Meine Glückwünsche!
 
Ich habe zwar das Collagenbuch hier im Regal, nur zum Gestalten vom Karten bin ich nicht gekommen. Mein Fokus lag in den letzten zwei Wochen auf einem anderen Projekt. Bei Karen Abend hatte ich einen 'Sketchbook Revival' Kurs gefunden, dem ich konsequent gefolgt bin. Karen hat hier über 12 Tage 23 ganz unterschiedliche Künstler zu ihren Sketchbook Gewohnheiten befragt und für jeden Tag 2 Sessions zusammengestellt. Online und ganz umsonst. Eine Mischung aus Motivationstraining und Techniken, Collagen und Comics, Natur und Abstraktem.
Normalerweise schaffe ich es nicht, solchen 30-Tage oder Jahresprojekten bis zum Ende zu folgen, aber 12 Tage schienen mir machbar. Und tatsächlich habe ich jeden Tag etwa 2x 50 Minuten Video geschaut und habe versucht, gleichzeitig die Anleitungen mitzumachen. Nicht alle Seiten sind schon voll, aber das Programm ist noch bis zum 18. Mai offen. Zeit für einen zweiten Blick und Ergänzungen.
Wer also selbst noch reinschauen will, kann sich noch über die Webseite anmelden.

Als Sketchbook habe ich ein altes, selbstgebundenes Buch im A6 Format aktiviert, denn in der ersten Session kommt auch Buchbinden vor. Wie praktisch. Das Büchlein hat 2 unterschiedliche Papiere und manchmal habe ich einfach dickere Blätter eingeklebt. Vor allem wenn es um Nasstechniken ging.
Wollt ihr mal reinschauen? 

Doodeling ist immer ein guter Anfang, wenn man sich warm machen will.
Gekritzelte Blattseiten als Hintergrund, kombiniert mit Gesso und Collagen.
Manchmal entwickeln sich nach und nach ganze Geschichten.

Auch wie man Mandalas zeichnen kann, ist ein Thema. Guter Mustermittwoch Nachtrag.
An einem Tag stand die Aquarelltechnik auf dem Plan, mit der man die Natur (Frühlingsbäume lassen grüßen) prima festhalten kann.
Auch mit dickem Markern haben wir gespielt und verschiedene Ideen für das Zeichnen des Datum bekommen.
Eine Session von Danny Gregory wird mich nun länger begleiten. Er ist ja ein freudiger Verfechter des 'Alltags-sketchens', also 'Zeichne alles, was dir unter die Augen kommt'.
Jeden Tag. Aus Gewohnhheit. Mit meinem Schlüsselbund habe ich angefangen.

Aber täglich begegnet mir ganz sicher  noch eine anderer Gegenstand: eine Tasse. 
Mein Revival-Sketchbook hat nun eine kleine Schwester bekommen. Schon Ma Umschlag ist unschwer zu erkennen, dass als tägliche Aufgabe nun eine Tasse auf meiner Liste steht.

Ein Leporello-Büchlein mit original Müller'schem Einband.

Für 30 Exemplare habe ich Platz. Mal sehen, ob es zur Gewohnheit wird. 
An Zeichenmaterial sollte es nicht fehlen. In meinem Schrank schlummern noch viele Tassen, die gerne mal ans Licht kommen möchten. 

Auf alle Fälle bleibe ich nicht durstig, bei diesem wunderbaren Frühlingswetter.
Hoch die Tassen!!

 

Montag, 23. April 2018

Lose Blattsammlung

Schon letzte Woche habe ich einige meiner Lieblingsblätter gesammelt und ein bisschen im Kreis vermustert. Das waren aber nicht die ersten Blätter meiner losen Blattsammlung. 
Schon lange wollte ich einmal die Blattranken auf einer meiner Lieblingstassen 'abmalen' und festhalten (man weiß ja nie, wie lange solche Tassen 'leben') und auch ein paar andere Blattformationen schlummerten in meinem 'das- will-ich mal-zeichnen- Speicher'.

Bilder aus dem Netz oder von Postkarten einer Messe. Man versteht besser, wie die Blätter aufgebaut sind, wenn man sie mal abgezeichnet hat. 
Das gezeichnete Fingerblatt in der Mitte z.B. wollte ich blau colorieren, habe aber den falschen Farbton erwischt. doof. Was tun? Schablone schneiden und drüberdrucken. Fällt fast nicht auf.


Ein Blätter-Bestimmungsbuch fiel mir bei der Recherche auch in die Hände, aber da sind nur Herbstblätter drin. Warum eigentlich? Lassen sich Frühlingsblätter schlechter pressen?

Meine Blattsammlung von letzter Woche wollte ich ja irgendwie für die Papierliebe weiterverarbeiten. Schablonen waren mir zu kompliziert, aber ein paar Stempelchen gingen gut.
Für das Geraniumblatt mit den filigranen Aussparungen eignet sich der rosa Stempelgummi besser als der blaue und die ersten Drucke fand ich ganz zufriedenstellend.

Für das Lungenkrautblatt dagegen ist das Mossgummi besser. Man kann die Blätter frei ausschneiden und die Punkte mit einem stumpfen Stift eindrücken. Auch der 'verschwommene' Druck passt besser zum Charakter des Blattes.


Die Anordnung im Fünfeck lässt Spielraum für einen zweiten, versetzten Druck 'auf Lücke', der so ganz leicht den Kreis ergänzt. Vorläufig drucke ich noch auf Testbögen, aber ein Bucheinband oder Frühlingspostkarten kann ich mir auch vorstellen.

Hier tummeln sich die beiden Blätter gemeinsam mit Vergissmeinnicht und kommen dem gelegten Mandala schon ein bisschen nahe. Jedenfalls hat sich nun auch die zweite Seite im Skizzenbuch mit neuen Blättern gefüllt.


Ob mir bis nächste Woche noch mehr Blätter zum Opfer fallen?

Diese schicke ich erstmal zu Frau Nahtlust.

Mittwoch, 18. April 2018

Mandala im Grünen

Heute ist MusterMittwoch, Mandala-Tag sozusagen.
Eine Sammlung von Frühlingsblättern gibt sich die Ehre. 
Aus den Beeten waren schnell Blätter von Pflanzen mit so klangvollen Namen wie Lungenkraut, Storchenschnabel und Frauenmantel gepflückt, ergänzt durch eine paar Gänseblümchen und Vergissmeinnicht.

Alle Blumen fühlen sich so wohl bei mir, dass sie sich großzügig im Garten ausbreiten. Ich lasse sie gewähren und freue mich am Duft und am Insektengebrumm.



Viiiel länger hat es gedauert, daraus digital ein Muster zu erstellen. Ich bin echt weit hinterdran mit dieser Technik. Wenn mir da mal jemand einen Kurs empfehlen könnte?
Wenigstens eine einfache Reihung habe ich geschafft, die ich als Musterung anfügen kann.



Die abgezupften Blätter werde ich nun in Handarbeit im Skizzenbuch festhalten, vielleicht kann man sie ja auch pressen. Aus den Mandala-Vorlagen lassen sich sicher  auch  Schablonen schnitzen und dann drucken. Mal sehen.
Dann gehen die "blätterigen" Manadalas auch zu Frau Nahtlust in die Papierliebesammlung.
Zuerst aber ab an den Rasenmäher.

Mehr Mandalamuster bei Frau Müller.

 

Donnerstag, 12. April 2018

12 von 12 im April

Es ist mal wieder der 12. 
Zeit für die Bilder des Tages, der alltäglich und ruhig war, aber dann doch anders ablief als geplant.
 
Frühstück wie gewohnt mit Müsli und Tee. Man merkt, dass es April ist, weil es auf unserem Tisch schon sehr grünt.

Dann die Brot- und Gemüsebox des Gatten füllen. Vom Gemüse bleibt immer was übrig, das mir im Laufe des Tages die Pausen versüßt. Besser als Kekse knabbern.

Die Mandalas spuken mir im Kopf herum. Eine neue Variante und eine fünfeckige Grundform dürfen noch ins Skizzenbuch, bevor es an die Arbeit zwei Stockwerke höher geht.

Neue afrikanische Stoffe sind eingetroffen (eher Stoffreste aus der Kleiderproduktion) und müssen gesichtet und gebügelt werden, bevor ich austüfteln kann, welche Taschen ich aus welchem Stück noch rauskriege. Und ich dachte, ich wäre langsam fertig damit.

Päuschen auf der Gartenbank nach der 'Kopfarbeit'. Der Blick fällt auf den Rasen.

Der sollte eigentlich mal gemäht werden, aber ich bringe es nicht über's Herz, den hungrigen Hummeln ihr Essen wegzuschneiden. Zur Zeit läuft eh kein Kind darauf herum, da kann er noch ein bisschen wachsen.

Stattdessen 'ernte' ich die sich frei bewegenden Pflänzchen (Strochenschnabel, Katzenminze und Vergissmeinnicht) aus meinem Kiesweg und setze sie ins Beet, wo noch viele Lücken sind.

Nach dem langen Knien tut es gut, die Beine zu strecken.

Radeln ist auch gut für die Durchblutung. Beim Einkauf konnte ich am Lavendel nicht vorbei. Schließlich gibt es auch vor dem Haus Beete und Kübel, die eine Auffrischung vertragen können.

Dann doch (endlich) zurück zur Nähmaschine. Inzwischen kamen noch ein Dutzend Shorts herein, die noch dringend Knopflöcher bis morgen brauchen.

Bis zum Abend sind nun (erst) 2 Einkauftstaschen fertig, etliche mehr zugeschnitten. Das wird noch ein langer Nähabend. Aber ich konnte unmöglich tagsüber drin sitzen. Dann doch lieber abends nähen.

Der Nachbar rattert auch immer noch mit seinem Hochdruckreiniger durch den Garten, sonst würde ich den Tag wohl hier ausklingen lassen. Aber ich genieße den Blick und freue mich, dass der Tag heute ein sonniger war. Am Wochenende kommen noch mehr davon, habe ich gehört.

Wie war's bei euch so? 

Mehr 12 von 12 bei Caro auf dem Blog Draußen nur Kännchen.

Mittwoch, 11. April 2018

Back on track

Wo war ich denn stehen geblieben?  vor ... 4 Wochen? Puh, tatsächlich 4 Wochen.
Ach, in der Winterzeit, wie es scheint, und nun blüht und summt es hier um die Wette. Da will ich mal schnell noch eine kurze Rückblende machen, bevor ich mich in den April stürze.

Das Nähwochenende hatte ich angekündigt, und dass es kariert würde. 

Das kam auch so, zumindest für einen guten Tag lang. Dann ging einer Mitnäherin die Maschine kaputt und ich habe ihr meine geliehen. Ich hatte ja meine Hexagone dabei und so habe ich weiter handgestichelt.
Das 'karierte' Projekt soll eine Erweiterung einer bestehenden Decke werden. Zwei neue Ringreihen sollen die 'Single Girl'-Decke doppelbettfähig machen, also um 1 Meter verbreitern. Gut, dass ich im Fundus noch immer die alten Hemdenstoffe aufbewahrt habe und nun problemlos 'anketten' kann.
Als Einzelringe kam ich damit dem MuMi-Thema für April: 'Mandala' schon ein bisschen nahe.

Aber davor war ja noch Ostern, an dem ich 'full house' und 'full service' hatte. Alle haben zusammengeholfen und auch die kleinen Tapsehände gut in Schach gehalten.

Zu viel bin ich da natürlich nicht gekommen, aber ein erstes, zartes Mandala hat sich doch ins Skizzenbuch verirrt. Ich wollte gerne er-fahren, wie es ist, ein eigenes zu zeichnen und habe mit Bleistift frei drauflos gedoodelt, wie man wohl so sagt. Idealerweise wird es mal ein Stempel oder so zum Vermustern.

Mandala No. 1
Ein Zweites entstand beim Kurztrip in die Hafenmetropole Hamburg. 
Immer noch in Bleistift, aber schon ein bisschen coloriert, weil es zum Reiseskizzenbuch passte. 
Ich habe gemerkt, dass ich das Mandala gerne wirklich auch rund herum zeichne, also das Blatt dabei drehe und von Innen nach Außen neue Element hinzufüge. So stellt sich ein wenig Meditatives ein und man entspannt tatsächlich.

Mandala No. 2

Rechts am Rand taucht der Schriftzug vor/an der Davidwache auf. Ja, ich war auch auf der Reeperbahn, allerdings morgens um zehn Uhr. Und es war noch richtig kalt an diesem Tag. Trotzdem ist mir der erste Zitronenfalter des Jahres über den Weg geflogen. Den musste ich natürlich festhalten, ganz schmerzfrei für ihn.

Und zuletzt habe ich mit Mandala No.3 versucht, meine Hamburginspirationen zu verarbeiten. Das entspricht zwar nicht ganz der Idee vom 'Naturmandala', aber ich wollte es gerne mal probieren. 
Eine Vorzeichnung freihand mit Bleistift habe ich nun mutig mit Filzstift nachgezeichnet. Langsam komme ich in den Mandalamodus.

Mandala No. 3
Die Tulpen im Vorgarten locken auch schon zur Vermusterung und ich gewinne Gefallen an den kleinen, runden Zeichen-Einheiten. Was ich noch üben muss, ist die Mandalas zu Mustern zu verarbeiten, aber das schaffe ich erst das nächste Mal.
Da bin ich nicht allein, wenn ich mir die schon gut gefüllte Linkliste bei Michaela anschaue. 

Schön, wieder da zu sein. Schönen April!
Man sieht sich.




Donnerstag, 15. März 2018

Im Märzen der Bauer ...

... derzeit nicht so recht weiß, ob es wieder Winter wird oder doch schon Frühling. Der Natur ist das inzwischen piepegal. Die Vögel zwitschern sich fröhlich in den Morgen und auch die Stauden und Frühlingszwiebeln mögen sich nicht länger zurückhalten.

Da ist es nicht verwunderlich, dass der März blogtechnisch ganz oft mit "blühenden" Themen verbunden war und ist. Waren es letztes Jahr bei Michaelas Mustermittwoch "Frühblüher", so sind es dieses Jahr die "Streublümchen", die sich im März auf den Blogseiten ausbreiten.
Bei mir waren im März zuerst einmal 'afrikanische Blüten' angesagt', neue Täschchen für Klomy Design. Dieser Reigen bunter Taschenhüpfer und Hosentaschen-Geldbeutel geht Ende des Monats auf die Reise nach Paris
Im April kann man die Kreationen auch in Mainz, auf dem nächsten de Stijl Markt finden, wer nicht gerade mal nach Paris kommt.
 

Andere, eigene Stoffblümchen habe ich auch wieder ausgestreut, auch wenn man sie angenäht später nicht mehr so schnell als solche erkennen kann. Mein Blumenteppich-Quilt wächst wieder. Das geht nun wieder ganz gut in den heller werdenden Abendstunden und verlangt nicht viel Rapportwissen.

Mustertechnisch hatte ich zum "Streublümchen" Thema lange eine große Leere im Kopf. Vielleicht hatte ich mein Potential schon Ende Februar verballert. Aber dann fiel mir doch noch etwas Mustermäßiges ein, das ich gerne probieren wollte.
Mir liegt Zeichnen ja näher als Malen, aber man lernt ja am Besten im Tun und so habe ich mit ein paar Farbtupfern im Skizzenbuch angefangen.

Eine Seite ist nun Tabea- inspiriert, die mit wenigen Farbtupfern und Bleistiftstrichen ganze Geschichten erzählen kann wie z.B. hier oder hier. Das hat mich von Anfang an fasziniert. Und wenn einem etwas gut gefällt, versteht man im Nachtun manchmal, wie und warum das so funktioniert und wie man es für sich selbst entwickeln kann. Hier also meine erste Annäherung.

Die andere Seite ist dagegen eher barock, ein freies Doodeln mit verschiedenen Stiften auf den Grundformen. Eine Basis für mögliche Muster, eine Spielerei für die Hände. Darf auch mal sein.

Jetzt warten draußen auf mich reale Blümchen, die noch vor dem nächsten Schneefall (übermorgen!) in die Erde wollen.

Und dann muss darf ich heute auch noch meinen Nähkoffer packen. Ein gemeinsames Wochenende mit meiner alten Quiltgruppe, den Bochumer Fitzkenschnibblern, steht bevor. Da wird es dann eher kariert, aber sehr lustig zugehen.

Ein buntes Wochenende wünsche ich schonmal.