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Samstag, 25. Februar 2017

Ich hab noch "Stöff'sche" - Rautenstudien

Eine kleine Besuchs- und Faschingnähaktion hat mich doch tatsächlich eine ganze Woche von  meinen Rautenstudien abgehalten. 
Der Mittwoch ist nun schon vorbei, aber in meinem Kopf tummeln sich noch Rauten, die sich nicht wegdrücken lassen wollen. So lasse ich meine Muster 'ausschleichen', wie eine gute Medizin, nur um dann kopfüber in den Frühblüher-Aschermittwoch einzutauchen.

Bei Rauten fallen einem sofort 'weiß-blau' und Bayern ein, dabei gibt es auch eine typische, traditionelle hessische Raute. Hauptsächlich in Süd- und Mittelhessen wird nämlich gern der "Äppelwoi", also der Apfelwein getrunken (vielleicht erinnert sich die ein oder andere an den "Blauen Bock"?). Eingeborene Hessen nenne ihn auch "Stöff'sche".
Die Flaschen wie auch die dazugehörigen Gläser tragen ein rautenförmiges Rippenmuster. Die Gläser heißen deshalb auch "Gerippte".
Trinkt man aus Steinzeugbecher, ist oft auch da ein einfaches Rautenmuster zu finden.
 
Ein Rautenmuster aus Licht und Schatten. Eigentlich die Abwesenheit der Raute. 
Eine Raute gebildet von zwei Linien.

Musterversuche mit Farbstiften und Acrylfarbe 
(ein paar Stöff'sche-Schnipsel von 'Elsa' haben sich auch eingeschlichen)

 In Gaststätten wird der Apfelwein in Bembeln ausgeschenkt, die mit ihrer grauen Salzglasur und dem blauem Dekor ganz unverkennbar zum hessischen Kulturgut gehören.

Mein Geheimtipp ist übrigens der Birnenwein. Er wird auf dieselbe Art vergoren wie der Apfelwein, schmeckt aber milder und feiner. 'Legga', wie der Hesse sagen würde.

Ein ganz anderes Rautenmuster lief mir bei Wikipedia über den Weg, das ich unbedingt ausprobieren wollte: die Penrose Parkettierung.
Ich habe schon oft Rauten mit 60° und 45° Winkel benutzt, die 6-zackige oder 8-zackige Sterne produzieren, aber noch nie welche, die 5-zackige Sterne machen.

Die Rauten verwenden 36° und 72° Winkel, und aus der Kombination einer 'dicken' und einer 'dünnen' Raute kann man flächendeckende Muster ohne periodische Wiederholung legen. Ich weiß nicht, ob das wichtig ist, das Muster hat mir aber gefallen.


Auf Stempelgenauigkeit habe ich nicht so sehr geachtet bei meiner Testversion, aber das Muster hat was, oder? Nähen würde ich es nicht wollen (wohin mit all der Nahtzugabe in den schmalen Spitzen?), aber mein Moosgummistempel ist sicher ausbaufähig.
Michaelas Linkliste ist noch 3 Tage offen, da ergänze ich die Ideen noch schnell mit meinen Testern.
 
Fröhlichen FaschingsSamstag. 

Mittwoch, 18. Mai 2016

Karo-Küche - das ist ja gold!

Wenn man sich mit einem Thema beschäftigt, wie mit Karos im Mai, dann sieht man ja überall welche. Fundstücke aus Küche und Keller.

Schon beim Frühstück fängt das an. Vielfarbige MarmeladeFruchtaufstrichdeckel.
Karierte Kreise mal anders.

Auch auf meinen Dessert-Tellern aus dem Antique-Shop in England findet sich ein Karomuster, gepaart mit goldenen Blümchen. Golden? Ja, tatsächlich. Angeblich echt.
 
Einen Goldrand ziert auch die karierten Schüsseln meiner Oma. Und die Form ist definitiv 1950er Jahre. Ich benutze sie nicht, weil sie so filigran wirken, aber bei meiner Oma haben wir Kompott daraus gegessen.


(Ich habe probiert, mit den Vorlagen ein wenig digital zu mustern, was aber noch nicht reif für die Öffentlichkeit ist.)
 
Aus den 50ern stammt wohl das Tischchen, auf dem sich diese karierten Küchendosen präsentieren, dem Aufdruck aus Frankreich (und ohne Vichymuster).
Gesehen in einem Schaufenster. Vielleicht ein neues Musterthema: Küchendosen gestalten?
 

Einmal gibt's noch Karomuster bei der Müllerin im Mai. 
Da habe ich dann wieder textile Varianten, die in Arbeit sind. 
Schöne Mustergrüße.