Dienstag, 28. Juni 2016

Blick in den Rückspiegel




Beim Stöbern auf anderen Blogs denke ich manchmal: oh, da ist ja lange nichts passiert! Aber dann fällt mir auf, dass mein letzter Post ja nun auch schon 20 Tage alt ist.
Packe ich mich also an die eigene Nase.

Da melde ich wieder zurück, mit einem Rück- Blick, wörtlich umgesetzt auf der Dolomiten-Tour.
Als Sozia hatte ich viel Gelegenheit, die Gegend und die Fahr-Atmosphäre aus dem Rückspiegel zu beobachten. Am liebsten hätte ich das während der Fahrt getan, so spektukulär waren manchmal die Bilder. Aber das ging natürlich nicht. Die (zufällig gewählten) 'Standbilder' geben aber auch so einen guten Eindruck der grandiosen Berge und Wolkenformationen.


Wieder zuhause im Regen-geprüften Umfeld ließ es sich auch gut spiegeln (und spielen).

Sommerwarme Pfützen, auf denen meine Boote aus Stoff leider nicht fahren dürfen. Sie liegen gerade unter der Nadel, um zu einem Kinderquilt vollendet zu werden.
Der Seegang (mit der Maschine genäht) ist moderat, die Segel werden nach und nach von Hand gesetzt (appliziert). Ich hoffe, dem kleinen Seemann, der sie geschenkt bekommen soll, ist es später recht kuschelig darunter.


Und nebenbei kündigen sich auch schon die Vorbereitungen für die nächste MailArt Aktion von Tabea und Michaela an: der paradiesische Sommer. 

 
Bei der derzeitigen Schwüle und Feuchte kann sich das Paradies leicht zum Dschungel auswachsen! Man sieht es überall sprießen und gedeihen, sogar in der Küche ist man nicht vor paradiesischen Anregungen sicher.

Sind die Zucchinischeiben nicht mustergültig schön? 
Umgesetzt als Stempel? als Schablone? als doodle? 
Mal sehen ... 
Demnächst.

 

Mittwoch, 8. Juni 2016

Afrikanisches Intermezzo

Heute zeige ich nur ein paar Muster aus meinem Näh-Paradies. 
Muster in zweifachen Sinn: einerseits exotische Muster auf Stoff, und andererseits sind die genähten Accessoires  Muster, die eine Kleider-Kollektion ergänzen. 
Unter dem Label Klomy Design entwirft nämlich eine Freundin Mode mit interkulturellem, überwiegend afrikanischem, Touch. Die Kleider werden dann in der Elfenbeinküste gefertigt und in Europa auf Modeschauen gezeigt und angeboten. (Die nächste ist am Wochenende in Paris, wer Lust und Zeit hat, dorthin zu fahren. Infos auf der Webseite)
 
Nun hat sie mich gebeten, aus ihren Stoffen und meinen Vorlagen ergänzende Accessoires zu nähen: Kissen, Taschen für Stifte und Kosmetik, Buchhüllen, Rucksacktaschen und andere Beutel. Kleine Dinge eben, die man gerne mit nach Hause nimmt. Spielen mit den Stoffen und Kombinieren war ausdrücklich erwünscht. 

Die ausdrucksstarken Muster und die kräftigen Farben haben doch etwas vom Paradies, oder? Ein Gefühl von Dschungel und üppigem Blühen. Jedenfalls wurde es mir ganz warm beim Nähen.


Die Blumen und farnartigen Gebilde regen auch dazu an, sie weiter zu vermustern und eigene Varianten zu entwickeln. Wachs- und Aquarellmuster könnte ich mir vorstellen oder ein bisschen Siebdruck?


Ein paar Skizzen gibt es schon, das Mustern muss aber noch warten. Denn heute geht es erst einmal ins Berge-Paradies, in die Dolomiten, und da ist nicht zu erwarten, dass Zeit für's Mustern bleibt. Es warten viele Serpentinen auf unser zweirädriges (motorisiertes) Gefährt und sicher atemberaubende Ausblicke. 
Ich bin gespannt.

Die Muster Anregung schicke ich vorher noch zu Michaelas MusterMittwoch, wo sie vielleicht auf fruchtbaren Boden fällt.

Nach einer kleinen Pause geht es dann wieder los.

Mittwoch, 1. Juni 2016

Lost in Paradise?

Der Blick aus meinen Fenstern zeigt mir zur Zeit zwei ganz unterschiedliche Welten. Nach vorne, im Vorgarten, liegt ein Steinparadies in den schönsten Grau- und Sandtönen. Hinten, im Garten, blühen und duften(!) die Rosen vor der prächtig-grünen Kulisse der Bäume und Sträucher um die Wette.
Eigentlich sollte jetzt auch der Vorgarten schon wieder grün bepflanzt sein, aber die Beeteinfassungen müssen nochmal neu gesetzt werden und so warten die Pflanzen, die ich vor dem Abraum retten konnte, im Garten auf ihr neues Zuhause. Der Lavendel füllt sich wohl, zwischen Salbei, Rosmarin, Organo und Thymian. 
Ein Kräuterparadis!

Die vielen Blattstrukturen erinnerten mich wieder an eines meiner Textilbücher, das auch seit Langem wartet: auf ein passendes Vorsatzpapier. Es gibt ja viele wunderbare Papiere zu kaufen, aber bisher habe ich noch keines gefunden, das dazu passen wollte.

Da bleibt nur: selbst drucken. Einen Entwurf für ein Blatt aus Mossgummi hatte ich schon vor einiger Zeit ausgedacht, nun wollte ich das auf richtigem Papier ausprobieren. Ergänzend kamen noch zwei kleinere Blätter dazu und die Farbe (Acryl) habe ich mit einer Rolle aufgetragen, das ging verhältnismäßig gut.

Bei nächster Gelegenheit werden die Papiere dann auch eingeklebt. Dann ist das Buch endlich fertig.
Und weil's so schön war, habe ich gleich noch etwas Anderes bedruckt. 
Aus gegebenem Anlass, zum 31. Mai, fand ich noch ein paar alte Formulare für die Steuererklärung, die nun - neu geschmückt - ins Steuer-Paradis geschickt werden könnten, theoretisch. Denn heutzutage verschicken wir die Daten ja elektronisch.

Auf diesem Wege lasse ich nun auch meine Blätter zu Michaela zum paradischen Muster-Mittwoch fliegen. Dort blüht und sprießt es nun einen ganzen Monat mustergültig. 
Schaut mal rein!

Mittwoch, 25. Mai 2016

Vom Hahn getreten

Seit letzter Woche ist bei mir reger Betrieb im Vorgarten und tatsächlich fanden sich neben dem Baustellen-Kaos auch  Baustellen-Karos ...


Ein Ausschnitt aus dem Belag, der flugs zum Muster wird? ... ein erster Versuch.

Aber eigentlich hatte ich aber textile Karos angekündigt, und zwar ein paar Versuche, ein Hahnentritt-Muster zu produzieren. Das Webbuch gibt vor, dass es enststeht, wenn man zwei Farben verwendet, und je  2 Streifen im Wechsel miteinander verwebt.



Das geht zuerst gut aus schmalen Papierstreifen, und wenn man die Augen etwas zusammenkneift, sieht man auch das Muster.

 ... dann - warum auch nicht - aus Stoffstreifen, die man ja in beliebiger Anzahl zur Verfügung hat. 


Das Weben geht gut, nur an der 'Fixierung' muss ich noch arbeiten. ich habe die Streifen punktuelle mit Textilkleber fixiert, was die Webung 'etwas wellig' macht. Aber zum Weiterverarbeiten als Kissen oder Buchhülle würde ich den Stoff sowieso nochmal quilten.

Ein weiterer Versuch mit einem Schottenkaro ist dem Vorgarten zum Opfer gefallen, so beschließe ich Michaelas Karomonat mit diesem grünen Exemplar. 
Was ja auch (zufällig) schon hinführt zum Junithema: Paradies.
Manchmal hat man so eine Ahnung ...

Schönes langes Feiertagswochende!

Freitag, 20. Mai 2016

Freitags? Fisch!

oder: die Letzten werden die Ersten sein.

Vor gut einer Woche kam das letzte Siebdruck 'Fischpaket' aus dem Rheinland. 
Umschlag, Karte und Einschlagpapier rieten zum langsamen Öffnen.

So fein geschnürt, mit aquarelliertem Umschlag und MixedMedia Karte, war im Brief nicht nur ein, sondern gar zwei Stoffe. Welch ein Luxus zum Abschluss!
Da war ein Schwarm flotter Welse, der gerne mit den anderen Fischen schwimmen möchte, und ein großes Prachtexemplar auf dem Extrastoff. Hier lässt Katrin uns in die Entstehungsgeschichte eintauchen und zeigt die Stoffe in ihrer ganzen Vielfalt.
 
Mich hat der große Fisch direkt zum Verarbeiten animiert.  'Das Format ist perfekt für eine Buchhülle!', war mein spontaner Gedanke. Eine Hülle für ein Fisch-Rezeptbuch vielleicht, oder die Erinnerungen an den nächsten Angelurlaub?
 

Den Stoff habe ich mit Vlies hinterlegt und die 'Blasen' mit der Maschine frei ergänzt. Wie von Zauberhand fanden sich auch passende Hand-Quiltgarne in meiner Schublade, für die etwas dunkleren Effekte.
 



Ein Anfang ist also gemacht, in der schwierigen Frage, wie ich nun all die herrlichen Fischstöffchen verarbeiten soll. Ganz so mutig wie Michaela, sie gleich in eine Decke zu verwandeln bin ich nicht, aber mir fällt bestimmt auch etwas ein. 
Demnächst.

Und weil heute Freitag ist, schicke ich das Fischbuch auch mal zu Andiva in die Sammlung.
 





Mittwoch, 18. Mai 2016

Karo-Küche - das ist ja gold!

Wenn man sich mit einem Thema beschäftigt, wie mit Karos im Mai, dann sieht man ja überall welche. Fundstücke aus Küche und Keller.

Schon beim Frühstück fängt das an. Vielfarbige MarmeladeFruchtaufstrichdeckel.
Karierte Kreise mal anders.

Auch auf meinen Dessert-Tellern aus dem Antique-Shop in England findet sich ein Karomuster, gepaart mit goldenen Blümchen. Golden? Ja, tatsächlich. Angeblich echt.
 
Einen Goldrand ziert auch die karierten Schüsseln meiner Oma. Und die Form ist definitiv 1950er Jahre. Ich benutze sie nicht, weil sie so filigran wirken, aber bei meiner Oma haben wir Kompott daraus gegessen.


(Ich habe probiert, mit den Vorlagen ein wenig digital zu mustern, was aber noch nicht reif für die Öffentlichkeit ist.)
 
Aus den 50ern stammt wohl das Tischchen, auf dem sich diese karierten Küchendosen präsentieren, dem Aufdruck aus Frankreich (und ohne Vichymuster).
Gesehen in einem Schaufenster. Vielleicht ein neues Musterthema: Küchendosen gestalten?
 

Einmal gibt's noch Karomuster bei der Müllerin im Mai. 
Da habe ich dann wieder textile Varianten, die in Arbeit sind. 
Schöne Mustergrüße.
 

Montag, 16. Mai 2016

Aufhübschen (Papierliebe 10)

Seit einer Weile schreibe ich meine Notizen und Einkaufslisten auf alte Briefumschläge. Davon kommen ja täglich genug ins Haus.

Zur Hälfte gefaltet, und mit dem Brieföffner durchtrennt, ergibt das ein handliches Quadrat, fast wie die fertigen Notizblöcke, die man kaufen kann (oder als Werbegeschenk bekommt). 
Um den flatterhaften Zetteln ein Zuhause zu geben, sollte ein Deckel und eine Rückseite aus einem gestalteten Papier dienen, zusammengehalten mit einem Band. Alte Magazine sind dafür eine unerschöpfliche Quelle. Meine Wahl fiel auf eine alte 'Flow'. Viele tolle Graphiker gestalten die Seiten so farbenfroh, dass es schade ist, wenn sie im Regal ein Mauerblümchen-Dasein fristen. 
Also: raus mit den bunten Seiten!


Auf das passende Format geschnitten, gelocht und mit einem Buchring verbunden,

hängt mein Einkaufszettelblock nun neben meiner Küchentafel und erfreut mich jeden Tag mit einer fröhlichen Botschaft, vorne wie hinten.

Und aus den übrig gebliebenen Streifen lassen sich prima Lesezeichen oder Anhänger basteln und verschenken. Eine win-win Aktion!

Mit lieben Pfingst-Montagsgrüße geht die Papierliebe auf die Reise zu Frau Nahtlust, die noch mehr Upcyclingideen sammelt.

PS. Die Graphiken sind von Helen Dardik, mehr davon zu finden auf orangeyoulucky.blogspot.de