Mittwoch, 8. November 2017

Viel Grau und eine Schachtel

Jetzt hat er uns aber eingeholt, der graue November! Nicht nur draußen, mit Nebel und Niesel und notwendigen Mützen und Schals, nein, auch beim Mustermittwoch
Man kann Michaela noch nicht einmal einen Vorwurf machen, waren es doch viele Andere, die sich dieses Thema gewünscht haben. 
Meine Skizzenbuchseite hatte ich schon mal auf den November vorbereitet und zwei kleine Collageschnipsel eingeklebt, rechts und unten. Sogar farblich passend, wie sich jetzt herausstellt. 

Darunter also mit Bleistift das Thema gekritzelt, und noch weiße Wachskreide und den mit verdünnter Tusche gefüllten Wassertankpinsel herausgeholt. 

Kreise wie Regentropfen, Fineliner-Niesel, erste Schneeflocken? Testlauf.

Der Blätterschnipsel rechts bekam auch eine Ladung Kringel und Streifen ab, so fügt er sich besser ins Blatt. Dafür eignet sich markmaking ja auch.

Viel Grau in Grau, da kann man depressiv werden, denkt sich wohl das Wiesel,  ein Fundstück vom Stijlmarkt, feine Kunst von Ligarti.
 
Erst beim Blick in die Markmaking Galerie geht mir auf, was fehlt: ein Schuss Farbe! 
Hätte das Wiesel ja gerne dazugeben dürfen. Wird nächstes Mal dann eingebaut.

Damit der Post nicht gänzlich im Grau versinkt, schicke ich noch (etwas verspätet) ein buntes Tier ins Rennen, das Rennen um die Streichholzschachteln bei Frau Nahtlust
Letzte Woche durfte es ein bisschen Federvieh sein, was mich wieder an meine Schachtel No 12 erinnert hat, 'das Schwein und der Gockel' von Paul Klee. Eine Hahnenschachtel würde doch prima zum Schweinchen passen, dachte ich. Der 'Gockel' kam mir aber komisch vor, mit dem Ei im Bauch? Und tatsächlich hat das Bild einen ganz anderen Titel: 'wo die Eier herkommen und der gute Braten'.

Also habe ich nur die Technik der colorierten Ölpause  benutzt, und mir einen eigenen Gockel gemalt.
In der Schachtel finden sich nun Sprüche, die mir zum Thema 'Hahn' eingefallen sind.
Einer, den meine Oma immer zitiert hat. Die Bedeutung hat sich mir bisher nicht erschlossen.
Aber der andere passt gut zum derzeitigen Wetter. Oder zu jedem Wetter, eigentlich.

So und nun hole ich meine Farbstreifen raus und mache mir die Welt ein bisschen bunter. Advent-Postkunst lässt grüßen.

Kommentare:

  1. Also, ich freunde mich gerade mit dem Thema an, finde grau für den November schön, bevor es dann im Dezember bunt gestreift wird, habe mich heute auch passend angezogen. Ich freue mich, dass du dich direkt dran gesetzt hast und loslegst. Ja, der Klecks Farbe tut schon gut.
    Ich wünsche einen schönen graugemütlichen Tag und schicke Musterdank
    Michaela

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  2. Ach wie schön, dieses Mark Making in Grau und die Hühnerschachtel noch dazu. Den Spruch kannte ich noch nicht, ist aber wirklich verwunderlich. Muss noch zu anderen Zeiten gewesen sein, als Mädchen weniger durften :-) Danke fürs Verlinken!
    LG. Susanne

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  3. ... hi, hi, ich glaube, ganz früher galten Mädchen, die pfeifen als unschicklich... ja, den Spruch kenne ich auch. Klasse, deine Hahn-Schachtel - ist mir ja zu klein alles, aber anschauen mag ich es gern.
    Du tastest dich ja auch ganz fein ans Grau heran und bringst mich auch auf eine Idee dabei.
    LG Ulrike

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  4. Ha, den Spruch kenne ich auch, von meiner Mutter... Wie schön du das Grau in deinem Skizzenbuch willkommen heißt. Aber genau, ein Schuss Farbe kann doch sein ;-) Lieben Gruß Ghislana

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  5. Eine Arbeit schöner als die andere - wunderschön! Die Buchstaben im Schriftzug "November" habe ich schon mal bewundert (das sieht bei Dir so gekonnt und gleichzeitig spontan-erfunden-locker-leicht aus) und die Tiere sehen alle herzallerliebst aus! Was ist denn eine "Ölpause"?
    Ich kenne den Spruch auch, aber er bekam direkt den Zusatz "hat man früher gesagt", so dass immer klar, war, dass er sowieso nicht mehr gilt.
    Liebe Grüße von Frau Frosch

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  6. Au ja, zeig das mit der Schrift mal hier im Blog!
    Liebe Grüße von Frau Frosch

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  7. Deine Hahnschachtel gefällt mir sehr. Den einen Spruch kenne ich aber anders. Mädchen die pfeifen und Hühnern die Krähen... so macht er mehr Sinn als veralteter Benimmspruch.
    LG Jennifer

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